Warum Wissenschaft Skepsis verdient und die Rolle der Wissenschaftskommunikation

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Martin Hartmann | Universität Luzern

Spätestens die Corona-Krise hat das Verhältnis der Wissenschaft zur Öffentlichkeit verändert. Plötzlich wurden wissenschaftliche Gewissheiten in Frage gestellt, die vorher, so schien es, blindes Vertrauen genossen haben. Der Schock, den dieser partielle Glaubwürdigkeitsverlust der Wissenschaft nach sich gezogen hat, sitzt tief und wird immer noch verarbeitet. Auf der einen Seite wollen «science marches» das verlorene Vertrauen wiedergewinnen und wehren sich gegen die angebliche Zerstörung der Wahrheit. Auf der anderen Seite sprechen sich manche Stimmen dafür aus, der Wissenschaft tatsächlich mit mehr Zweifel zu begegnen und warnen vor einer «Epistokratie», also vor einer politischen Herrschaft wissenschaftlicher Expertise. Wie lassen sich diese widersprüchlichen Positionen verbinden? Gibt es einen guten und einen schlechten Zweifel an der Wissenschaft? Und was bedeutet dieser Konflikt für die Wissenschaftskommunikation?

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Martin Hartmann

Prof. Dr. Martin Hartmann wurde im Februar 2011 von der Universität Luzern zum ordentlichen Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Praktische Philosophie berufen. Er studierte Philosophie, Komparatistik und Soziologie an der Universität Konstanz, an der London School of Economics und an der Freien Universität Berlin. 2001 promovierte er mit der Dissertation "Die Kreativität der Gewohnheit. Grundzüge einer pragmatistischen Demokratietheorie" an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, 2009 erfolgte ebenfalls an der Goethe-Universität die Habilitation zur Thematik des Vertrauens. Neben seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Institut der Goethe-Universität war Martin Hartmann gleichzeitig Mitarbeiter am Frankfurter Institut für Sozialforschung. Forschungsaufenthalte führten ihn an die University of Chicago und an das Maison des Sciences de l’Homme in Paris, er vertrat Professuren an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Technischen Universität Darmstadt und der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Im Herbstsemester 2018 und im Frühjahrssemester 2019 war er Fellow der School of Social Science am Institute for Advanced Study in Princeton.

Er ist wissenschaftlicher Gesamtleiter des Executive-MAS "Philosophie + Management" der Universität Luzern.

Von Februar 2020 bis Januar 2024 war er Dekan der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Seit August 2024 ist Martin Hartmann Rektor der Universität Luzern.

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