Warum Wissenschaft Skepsis verdient und die Rolle der Wissenschaftskommunikation

  • Keynote (Ω)

Martin Hartmann | Rektor Universität Luzern

Spätestens die Corona-Krise hat das Verhältnis der Wissenschaft zur Öffentlichkeit verändert. Plötzlich wurden wissenschaftliche Gewissheiten in Frage gestellt, die vorher, so schien es, blindes Vertrauen genossen haben. Der Schock, den dieser partielle Glaubwürdigkeitsverlust der Wissenschaft nach sich gezogen hat, sitzt tief und wird immer noch verarbeitet. Auf der einen Seite wollen «science marches» das verlorene Vertrauen wiedergewinnen und wehren sich gegen die angebliche Zerstörung der Wahrheit. Auf der anderen Seite sprechen sich manche Stimmen dafür aus, der Wissenschaft tatsächlich mit mehr Zweifel zu begegnen und warnen vor einer «Epistokratie», also vor einer politischen Herrschaft wissenschaftlicher Expertise. Wie lassen sich diese widersprüchlichen Positionen verbinden? Gibt es einen guten und einen schlechten Zweifel an der Wissenschaft? Und was bedeutet dieser Konflikt für die Wissenschaftskommunikation?

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