Wissenschaftskommunikation: Förderung von Innovation oder Hebel für die öffentliche Debatte?

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Sarah Dégallier Rochat | Berner Fachhochschule

Im Vordergrund von Diskussionen über Innovationen und insbesondere über künstliche Intelligenz stehen oft reisserische Inszenierungen, seien es virale Videos, provokante Vorhersagen oder inszenierte Erklärungen. Dies geht häufig zulasten einer fundierten und kontextbezogenen Aufklärung. Diese Strategie verwischt die Grenzen zwischen wissenschaftlichen Fakten, kommerzieller Werbung und Spekulation und stellt damit die grundlegende Rolle der Wissenschaftskommunikation infrage. 

In einer Zeit, in der die Hinwendung zur Technik die Nutzung natürlicher Ressourcen, die Zukunft der Arbeit und das Gleichgewicht der Demokratien neu definiert, darf sich die Wissenschaftskommunikation nicht aus der Verantwortung stehlen. Nur ein fundierter Diskurs, der auf einer kritischen Analyse der technologischen Versprechen und der ihnen zugrunde liegenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Machtverhältnisse basiert, wird es ermöglichen, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen und die demokratische Debatte wieder in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Entscheidungen zu rücken.

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