von Florian Fisch

Der Unternehmensberater und Buchautor Simon Sinek wiederholt seinen Tipp für gute Werbung bis in jeder auswendig kann:

"People don't buy what you do but why you do it."

Ob die Computerfirma mit dem trendy Design wirklich deswegen so erfolgreich ist, sei dahingestellt. Auf jeden Fall passt Sineks Aussage auch für uns, die wir Wissenschaft betreiben, fördern oder darüber berichten. Warum liegt uns die Wissenschaft am Herzen?

 

"Science is like sex: sure, it may give some practical results, but that's not why we do it"

, soll hat der Physiker Richard Feynman einmal gesagt haben. Genau! Aber weshalb müssen die Steuerzahler ein persönliches Vergnügen von Wissenschaftlern bezahlen? Weil sie sich mit der Idee dahinter identifizieren können, würde Sinek sagen. Wir seien auch erfolgreicher, wenn wir wissen warum wir etwas tun. So hätten die zwei Brüder und Velohändler Wright das Motorflugzeug vor ihrem Konkurrenten und Wissenschaftler Samuel Langley erfunden, weil sie tief davon fasziniert waren und obwohl sie, nicht wie Langley, tausende von Dollars für die Entwicklung erhielten.

Am 27. und 28. September werden sich Wissenschaftsbegeisterte auf dem Schloss Rapperswil zum 2. ScienceComm Kongress treffen und miteinander Enthusiasmus für Wissenschaft generieren. Höchst Zeit also, dass wir wissen warum wir selbst Wissenschaft so toll finden. Ist es die Neugier nach dem Ursprung des Universums? Wollen wir die Welt verbessern? Oder geht es mehr um einen konkurrenzfähigen Wirtschaftsstandort? Machen uns die heimischen Nobelpreisträger stolz? Oder ist es schlicht die Arbeit, die wir am besten beherrschen?

Warum liegt Ihnen die Wissenschaft am Herzen?