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ScienceComm’20 - 17. September 2020 in Solothurn

Dieses Jahr wurden hauptsächlich gezielt ReferentInnen eingeladen – wir freuen uns, das Programm Ende Juni hier zu veröffentlichen!

Bis dahin wünschen wir Ihnen gute Lektüre mit dem Forschungsmagazin Horizonte!

Gefühle durchdringen alles – auch die Wissenschaft

Emotionen durchdringen alles – und sind auch deswegen schwer fassbar. In der Ausgabe vom März 2019 ging das Schweizer Forschungsmagazin Horizonte der Frage nach, wie sie in den Wissenschaften dennoch dingfest gemacht werden. Gefühle werden im Magazin zum einen ganz nüchtern betrachtet: wo sie im Körper sitzen, welche Rolle sie im Umgang mit künstlichen Intelligenzen spielen und ob sie wirklich universal sind. Zum anderen beschreiben Forschende darin, wie ihnen ihre eigenen Projekte die Tränen in die Augen trieben oder sie für einen Moment restlos glücklich machten.

Das Magazin als pdf Version kann hier heruntergeladen werden.

Horizonte ist das Schaufenster der wissenschaftlichen Forschung in der Schweiz und für alle kostenlos zugänglich. Es wird vom Schweizerischen Nationalfonds SNF und den Akademien der Wissenschaften Schweiz a+ herausgegeben.

Keynotes

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Katja Rost ist Ordinaria für Soziologie und Privatdozentin für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wirtschafts- und Organisationssoziologie, der digitalen Soziologie, sozialer Netzwerke und Diversität. Sie ist Mitglied des Universitätsrats der Universität Luzern, Präsidentin der Gleichstellungskommission der Universität Zürich und stellvertretende Vorsitzende des «Center for Higher Education and Science Studies». 

Wir sind gespannt auf den Beitrag von Katja Rost: «And the Winner is…! Über die Grenzen der Rationalität einer Gesellschaft, die auf das Rationale vertraut, sich aber durch Emotionen, Status, Herdentrieb und glückliche Momente leiten lässt»

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Fabrice Leclerc, Unternehmer und life advocate.
Während er Eiscreme zubereitete, um sein Studium zu finanzieren, wurde Fabrice einige Jahre später zum CEO von Häagen Dazs ernannt. Er gründete und leitete die Business Innovation Labs der Fortune-100-Unternehmen, darunter L'Oréal Prestige, SKY und Apple, wo er mit Steve Jobs zusammenarbeitete. Fabrice ist ein Engel der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und mehrerer Innovationsgruppen im Silicon Valley, Kalifornien. Biodiversität und nachhaltige Entwicklung insbesondere Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt sind ihm ein grosses Anliegen (Corporate Social Responsibility).

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Thomas Stocker (öffentliche Veranstaltung am 16. September) hat an der ETH Zürich Umweltphysik studiert und 1987 doktoriert. Nach Forschungsaufenthalten in London, Montreal und New York wurde er 1993 Leiter der Abteilung für Klima- und Umweltphysik am Physikalischen Institut der Universität Bern. Seine Forschung umfasst die Entwicklung von vereinfachten Klimamodellen zur Simulation vergangener und künftiger Klimaänderungen, sowie die Bestimmung der Treibhausgaskonzentrationen der Atmosphäre anhand von Eisbohrkernen aus der Antarktis. Diese Rekonstruktionen erstrecken sich über die letzten 800'000 Jahre ─ ein Weltrekord.

Von 2008 bis 2015 war Thomas Stocker Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe I des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Der Bericht, der unter seinem Vorsitz im September 2013 von allen Ländern verabschiedet wurde, bildet die wissenschaftliche Grundlage für das Klimaabkommen von Paris.

Thomas Stocker hat für seine Arbeiten den Dr. Honoris Causa der Universität Versailles und der ETH Zürich, sowie die Hans Oeschger Medaille der European Geosciences Union erhalten. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie Leopoldina, der American Association of Arts and Sciences und der Italienischen Accadmia dei Lincei. 2017 wurde ihm der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist verliehen.

Prix Média und Prix Média Newcomer

Anlässlich der ScienceComm’20 verleihen die Akademien der Wissenschaften Schweiz den Prix Média für eine journalistisch exzellente Arbeit über Forschung und Wissenschaft sowie den Prix Média Newcomer, mit welchem Junge Talente mit innovative Ideen für den Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet werden. 

Optimus Agora Preis

Stress ist Alltag. Stress kann gut sein, kann aber auch schaden. Und wir können lernen, besser mit ihm umzugehen. Dominique de Quervain (Universität Basel) und Carmen Sandi (EPFL) lancieren das Projekt "Stress", um den Austausch mit der Bevölkerung zu stärken. Sie gewinnen damit den diesjährigen Optimus Agora Preis des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). 

Podiumsgespräch „Wie emotional ist Wissenschaft?“

Forschungsfragen formulieren, analysieren, über Ergebnisse berichten. Ist Wissenschaft nüchtern und sachlich oder emotional? Wissenschaftler und JournalistInnen diskutieren über die Entstehung und Vermittlung von Forschungsergebnissen und die Rollen von Wissenschaft und Journalismus.

Claudia Appenzeller im Gespräch mit Gästen.