ScienceComm'14

Donnerstag, 18. September 2014
Begrüssung und Keynotes Vorträge

Herausforderungen für die Wissenschaftskommunikation

 

Prof. Dr. Mike S. Schäfer, Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich

 

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Facebook, Twitter, ResearchGate, Scilogs und Co. – das Aufkommen und die jüngsten Entwicklungen des Internets haben die Wissenschaftskommunikation grundlegend verändert. Der Vortrag stellt Beispiele dieser Veränderungen vor und diskutiert ihre Potenziale und Risiken. Er zeigt, dass im Web 1.0 und 2.0 komplexe Wissenschaftsthemen in einer Gründlichkeit und Ausführlichkeit aufbereitet werden können, die traditionelle Massenmedien nicht zuliessen – und dies unter Nutzung interaktiver und multimedialer Möglichkeiten. Er macht aber auch deutlich, dass es diese Angebote nicht immer einfach haben, ein Publikum zu erreichen. Gefahren liegen zudem in der neuen Unübersichtlichkeit, die das Internet produziert, und in der möglichen Fragmentierung und Polarisierung von Wissenschaftskommunikation, die insbesondere das Web 2.0 nach sich ziehen könnte.

Creative Science Communications

 

Ariane Koek, Director Arts@CERN, Geneva

 

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Scientists are the new rock stars. As the future trends think tank, The Future Laboratory's report ReEnlightenment Rising published March 13 2013 says, «science is now breaking out of the laboratory onto theatre stages, the fashion catwalks, into galleries and shops, and into the minds of the brightest creatives».

The narratives we have traditionally used to communicate science are undergoing this seismic shift. We are far more likely to see science communicated by the imagery on the catwalk on the dresses of Moschino and Agnes B or the world of quantum physics and beekeeping colliding on the West End stage in London than we are to only see a science lecture on television or a straight newspaper report which tells the story from a to b in logical precise steps. The stories of science are no longer transmitted in straight forward communications methods which only describe and illustrate the science.

In fact, the power of the arts is being used to reach the hearts and parts which science alone can not reach or communicate with. Inspiration, not illustration or description, is the new motive of communicating science today and this may involve telling the story of science in seemingly illogical and spiraling ways which defy linearity or even the compelling narrative which dominates the notion of science being the domain of so called certainty.

I will discuss why and how this is happening – with particular reference to CERN – the European Organisation for Nuclear Research – where I initiated and direct the laboratory's first official arts programme. Why and how does this happen? And how does it link to our new era of creativity in science communications?

Wissenschaftskommunikation im politischen Kontext I

 

Politische Gratwanderungen in der Wissenschaftskommunikation

 

Andri Bryner, Eawag – Wasserforschung, Dübendorf

 

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Wie weit darf oder muss Wissenschaftskommunikation Position beziehen? Wo endet die verantwortungsvolle Information, und wo beginnt die tendenziöse Meinungsmache? Nach einem kurzen Input wird die Thematik im Fischteich mit rotierenden Rollen vertieft und am Ende reflektiert. Grundlage sind echte Fälle aus der Kommunikationsarbeit der Eawag.

• Die Schweizer Seen sind zu sauber, die Fische zu klein, sagen die Fischer und verlangen die Erlaubnis für «meh Dräck» von der Politik. Das Wasserforschungsinstitut Eawag präsentiert mit einer klaren Positionierung Fakten zur erfolgreichen Sanierung der Seen und zur Biodiversität darin. National- und Ständerat lehnen Eingriffe schliesslich ab.

• DiePolitikbeschliesst – nichtzuletzt auf grund der Forschungsresultate aus der Eawag – dass zahlreiche Kläranlagen aufgerüstet werden, um auch Mikroschadstoffe entfernen zu können (z.B. Arzneimittel und Haushaltschemikalien). Die Eawag zeigt, dass die Gewässer trotzdem nicht einfach sauber sind, z.B. wegen erstaunlich hoher Konzentrationen an Pflanzenschutzmitteln. Vertreter der Landwirtschaft sind entrüstet über diese Botschaft. Vorstösse werden eingereicht. Der Bundesrat will einen nationalen Aktionsplan entwickeln.

Kunst vermittelt Wissenschaft I 

Embodied Neuroscience – Artistic practice meets science

 

Corinne Jola, Abertay Universitiy, Scotland

 

 

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In my presentation, I will pin-point compelling arguments for a more holistic scientific approach, instigated by artistic practice and supported by scientific evidence. Over ten years, I collaborated at the intersection of art (in particular dance) and cognitive neuroscience. Fortunately, dance has received much attention in scientific research during this time and is now even present in scholarly textbooks. The main interest in using dance was to study the so-called mirror neurons. These neurons are activated during action execution and during passive action observation, as if mentally simulating the observed action. As has been shown by means of dance, the degree of the neural activity is dependent on spectators' motor or visual experience. Furthermore, more ecological artistically valid stimuli of long duration recently allowed researchers to disentangle individual brain functions of the mirror neuron network. I thus propose that embodied neuroscience (i.e. artists' and scientists' participation in each other's research practice) will lead to more fruitful collaborations and propel our understanding of the brain in action.

Some flowers of sciencevisualization/illustration

Paléoskop – Mit Augmented Reality auf Spurensuche

 

Jonas Christen, ikonaut GmbH, Brugg

 

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In der Ferne rauscht das Meer. Ein Schatten huscht über die breite Gezeitenfläche. Was bleibt, sind Spuren im Sand. 150 Millionen Jahre später an derselben Stelle. Forscher legen eine der bedeutendsten paläontologischen Funde der Welt frei – zehntausende versteinerte Dinosaurierspuren über die gesamte Fläche des Kanton Jura verteilt. Nach Abschluss der wissenschaftlichen Auswertung werden diese fossilen Schätze durch Strassen und Gebäude überbaut. An diesem Punkt setzt «Paléoskop» an. Ein interaktives Freilichtmuseum in Porrentruy macht durch Augmented Reality nicht mehr sichtbare Befunde wieder sichtbar und öffnet den Zugang zum paläontologischen Themenfeld. Mittels einer iPad-Applikation kann vor Ort die Rolle des Forschers eingenommen werden. Die Besucher begeben sich auf die Suche nach Dinosauriern, deren Spuren und den neuesten Erkenntnissen hinter den Mythen um die Urtiere. Willkommen im wahren Jurassic Park!

Wissenschaftskommunikation im politischen Kontext II

INNO-Futures: Territoriale Innovation von morgen 

 

Jeannerat Hugues, Université de Neuchâtel

 

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  INNO-Futures ist ein im Rahmen des Programms AGORA vom Schweizerischen Nationalfonds unterstütztes Projekt, in dem sieben Forschungsvorhaben der Universitäten Neuenburg und Bern zusammengefasst sind. Es regt zur Reflexion darüber an, worin territoriale Innovation und Wettbewerbsfähigkeit heute und in Zukunft bestehen. Ziel des Projekts ist es, im Rahmen von vier Zukunftsworkshops einen interaktiven und multilateralen Dialog von Forschern, öffentlichen Entscheidungsträgern sowie Interessengruppen aus Wirtschaft und Raumentwicklung anzuregen.

Die Forschungsergebnisse dienen als Ausgangspunkt für eine offene Diskussion darüber, wie öffentliche Massnahmen, theoretische Ansätze, soziale Praktiken und wirtschaftliche Aktivitäten bis 2030 aussehen könnten. Der Schwerpunkt liegt auf einem konstruktiven Ansatz sowohl für die von den Thesen betroffenen Interessengruppen wie für die Forscher, welche die Diskussionsergebnisse in ihre Überlegungen einfliessen lassen können. Für die Umsetzung des Projekts wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet, in der Akteure auf regionaler, kantonaler und Bundesebene vertreten sind. Ihre Aufgabe ist es, den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit zu fördern und über das Projekt hinaus aufrechtzuerhalten.

Kunst vermittelt Wissenschaft II

Brain Festival – Wo Wissenschaft zu Kunst wird

 

Vincent Tchang, Life Science Communication AG, Zürich

 

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Das Brain Festival findet aus Anlass des Europäischen Jahr des Gehirns 2014 statt. Das ganze Jahr über finden in allen Regionen der Schweiz Veranstaltungen statt. Filmabende, Theateraufführungen, Konzerte mit einem EEG, Science Slams und andere Veranstaltungen verbinden Wissenschaft mit künstlerischen Aspekten. Die Einbindung von kulturellen Aspekten vereinfacht die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten. Die mobilen Ausstellungen Brain Bus sowie neu ein Begehbares Hirn ergänzen die Veranstaltungen. Das übergrosse Begehbare Hirn wird als Objekt selbst bereits Kunst darstellen, darüber hinaus vermittelt es Informationen rund um Phänomene des Hirns. Das breite Spektrum von Veranstaltungen soll Menschen jeglichen Alters ansprechen, speziell aber Schulen und ältere Menschen. Der Anspruch, wissenschaftliche Inhalte verständlich zu vermitteln wird über eine Kombination von wissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen eingelöst. Besonderes Highlight werden die Konzerte, bei denen die Musiker an ein EEG angeschlossen sind, so dass gleichzeitig wissenschaftliche Daten erhoben werden, welche unmittelbar vom Cello spielenden Neurologie-Professor Jürg Kesselring erklärt werden.

Wunderkammer Technorama

 

Roy Schedler, Technorama, Winterthur 

 

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Für Wissenschaft und Wahrnehmungsphänomene ist das Technorama in Winterthur weitherum bekannt – aber für Kunst?

Tatsächlich gibt es im Technorama eine ganze Reihe von Exponaten, die von Kunstschaffenden geschaffen bzw. inspiriert wurden. In der aufwändig gestalteten Broschüre «Wunderkammer Technorama» wurden diese entlang von Themen gruppiert, die sowohl in den Wissenschaften wie auch in der Kunst eine Rolle spielen. So gekennzeichnet sind die Exponate im Technorama gewissermassen die «Zwillinge» von Werken, die genuin der Kunstwelt zugerechnet werden.

Mit diesem Projekt wollen einerseits ein tendenziell kunstaffines Publikum ansprechen. Andererseits möchten wir damit eine Brücke über den bestehenden Graben zwischen den Naturwissenschaften (phil. II) und den Kunst- und Geisteswissenschaften (phil. I) schlagen und uns mit diesen «Inhalten» mittelfristig – und im Sinne eines neuartigen Kulturvermittlungsangebots – auch an Schulklassen (Stufe Sek I und II) richten.

 

Do it: Science visualization/illustration I

Information is beautiful

 

Darjan Hil, YAAY – visualizing complexity, Basel

 

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  «Information is beautiful» – davon ist YAAY (www.yaay.ch) überzeugt. Mit einem attraktiven, motivierenden und fachkundigen Workshop unter dem Motto «Speed date your visual potentials» möchte YAAY den Teilnehmenden einerseits neue Wege der Informations- und Datenvisualisierung vorstellen, und andererseits den Teilnehmenden den Raum geben, die Inspirationen auf ihr eigenes Fachgebiet zu übertragen und so im Dialog neue Möglichkeiten der «Science Visualization» zu entdecken.

Inspiration: YAAY präsentiert die neusten Trends und Tools aus der Visualisierungswelt. Während der Präsentation erhalten die Teilnehmenden ein Übersichtsblatt der Trends und Tools zur Selbstreflexion und als Vorbereitung für das anschliessende Speed-Dating.

Speed-Dating: Das Speed-Dating kann als eine Weiterführung des World-Café-Konzepts verstanden werden: An mehreren Tischen tauschen die Teilnehmenden ihre Gedanken zu den präsentierten Trends und Tools aus und diskutieren die Übertragbarkeit auf ihre Fachbereiche und Fragestellungen. Auch die Experten von YAAY diskutieren mit. Die Teilnehmenden lernen so nicht nur den Blick eines Studios für Informations- und Kommunikationsdesign kennen, sondern können in Gesprächen mit der Community praxisnahe neue Ansätze entdecken.

Schlussrunde: Auf einem Poster werden die Voten der Teilnehmenden zentral gesammelt, um abschliessend ein «Stimmungsbild» der Diskussion zu repräsentieren.

 

Science Biergarten

Urs Gfeller, Magicscience

 

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Hans Thierstein, Orchestrale Spiegel-Sonnenuhr 

 

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Verena Looser, Eva Ottiker, Bauchlade ZHAW

 

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Freitag, 19. September 2014

Begrüssung und Keynotes Vorträge

Wissenschaft als Doppelaxel. Zur Kunst des Schaulaufens

 

Pius Knüsel, Direktor Volkshochschule des Kantons Zürich 

 

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  Dass der Staat Wissenschaft, besser noch Forschung, finanziert, ist so unbestritten wie dass er den Künstlern unter die Arme greift. Doch was über Jahrzehnte eine Selbstverständlichkeit war, ist im Zuge der Globalisierung zu einer Kampfzone geworden: des Kampfs um finanzielle Ressourcen, kombiniert mit dem Kampf um die besten Köpfe. Höher, weiter, schneller – das Motto kennen wir aus Sport und Kultur. Es zeichnet das Zeitalter der Affekte aus, die uns jeden Moment heimsuchen.

Um hier zu bestehen, entwickelt der Wissenschaftsbetrieb eigene Inszenierungen, von Science Days bis zu PR-Magazinen, von Politkampagnen bis zu politischen Nützlichkeitsbeweisen. Und alles nur, um Öffentlichkeit und Politik zu beeindrucken. In diesem Rennen fällt die Wissenschaft oft genug auf die Nase; das Showgeschäft ist tückisch, die Welt der öffentlich bemessenen Leistungen eine Fallgrube, das Publikum scharf auf Versagen. Das kann nur gut sein. Denn Wissenschaft ist kein Doppelaxel vor Publikum, auch kein Aufputschmittel für mutlose Politiker. Sie ist trockene Arbeit jenseits der Scheinwerfer. Also Schluss mit dem Spiel.

Wissenschaft und Medien – Stellenwert und Trends

Zwischen Bedeutung und Umsetzung: Zur paradoxen Situation der Wissenschaftsberichterstattung

 

Mirco Saner, Institut für angewandte Medienwissenschaften, Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften, Winterthur 

 

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  In der Schweiz sind empirische Studien zur Situation des Wissenschaftsjournalismus rar. Der Forschung dazu mangelt es an Kontinuität (vgl. Schanne et al. 2013 und Dahinden/Schanne 2009: 84). Als qualitätsförderndes Merkmal für Wissenschaftsberichterstattung ist ihre redaktionelle Institutionalisierung zu betrachten (vgl. u.a. Schanne/Hüsser 2010: 5), über die nur wenige deskriptive oder weit zurückliegende Daten existieren (vgl. Biber 2013 und Schanne 1986: 30ff./82). In der Qualitätsforschung wird die Annahme vertreten, dass institutionalisierten Berichterstattungsfeldern mehr Ressourcen für die Qualitätssicherung zugesprochen werden (vgl. Wyss 2004). Im Vortrag werden aktuelle Daten zur Institutionalisierung und Qualitätssicherung des Wissenschaftsjournalismus in 23 Deutschschweizer Tageszeitungen sowie Ergebnisse aus einer nationalen Journalisten-Enquête präsentiert. Die Ergebnisse zeigen den hohen Stellenwert von Wissenschaft und eine Korrelation zwischen Struktur und Leistung. Zudem wird deutlich, dass meist keine entsprechenden Ressortstrukturen existieren und Basisanforderungen für eine nachhaltige Qualitätssicherung vielerorts nicht systematisch etabliert sind.

Wissenschaftskommunikation via Multimedia

 

Let's talk about Teilchenphysik

 

Christine Plass, AGORA Interactions, Universität Bern 

 

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  Vorgestellt wird das Projekt «Interactions – Swiss particle physicists initiate a dialogue with society», das unterstützt wird vom AGORA-Programm des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sowie von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT). Das Projekt hat zum Ziel, die Teilchenphysik einer interessierten Öffentlichkeit verständlich zu machen und beschreitet dabei neue, multimediale Wege. Besonders im Fokus stehen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II. Um sie anzusprechen und auch aktiv einzubeziehen nutzen wir soziale Netzwerkmedien. So diskutieren die Fans auf Facebook mit einem CERN-Physiker über den Ursprung des Universums. Im Google+ Hangout sind Schülerinnen und Schüler dabei, wenn eine Astroteilchenphysikerin von von der Uni Zürich mit einem Dichter aus Paris und einem Theologen aus Basel über Dunkle Materie spricht. Auf der Homepage www.teilchenphysik.ch können sich Besucher über die neuesten Entdeckungen der Teilchenphysik in der Schweiz informieren. Für Lehrpersonen stellt das Portal Materialien und Informationen für den Unterricht bereit und regt Exkursionen ans CERN an. Herzstück des Projekts sind die «Double Dialogues», bei denen Teilchenphysiker/innen mit Wissenschaftler/innen aus anderen Disziplinen diskutieren. Das Angebot besteht aus einer Podiumsdiskussion, die zumeist in Schulen stattfindet. Zeitversetzt diskutieren die Podiumsteilnehmer/innen per Videokonferenz im Internet, was jeder live verfolgen, kommentieren und mit Fragen bereichern kann. Wir werden zeigen, wie ein «Double Dialogue» abläuft, welche Erfahrungen wir damit gemacht haben und wie wir unseren Ansatz weiterentwickeln wollen.

Impact of the lab to everyday life on video

 

Elena Cañadas, Université de Neuchâtel 

 

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  Popularising results of research that are applicable to everyday situations through short videos: this is, in short, the aim of the project launched by Professor Marianne Schmid Mast, who held the personnel psychology chair in the Faculty of Economics and Business at the University of Neuchâtel. The results of previously published studies in scientific reviews by her lab members, are also relevant for the general public. For example, they investigate how we can improve our performance when speaking in public, or how we can reduce the negative effects of gender stereotypes in job interviews. Prof. Marianne Schmid Mast and her team (Ioana Latu, Dario Bombari, Denise Frauendorfer and Elena Canadas) tested this new way of popularising research, very fashionable in Anglo-Saxon countries. Five Impact Talks from the Institute of work and organizational psychology (IPTO) have been released between February 28 and March 10, 2014. This initiative has been successful in the media. More information on www.unine.ch/ipto_talks.

Building bridges with science visualization

Ist die grafische Darstellung wirklich die Lösung für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit?

 

Fabienne Crettaz von Roten, Observatoire Science, Politique et Société, Université de Lausanne 

 

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  Wissenschaftliche Kommunikation beinhaltet oftmals Zahlenmaterial und Statistiken, die für die Öffentlichkeit nur schwer fassbar sind. Zunehmend werden diese Informationen heute grafisch dargestellt (z.B. als Baumdiagramm zur Beschreibung der Brustkrebsvorsorge). Mit der Weiterentwicklung der Darstellungstechniken hat sich die Branche professionalisiert. Ihre führenden Köpfe wie A. Cox oder H. Rosling arbeiten heute für grosse Zeitungen, Online-Blogs und -Videos.

Doch die Entwicklung wirft auch Fragen auf, mit denen sich der folgende Vortrag befasst. Wie gross ist die Gefahr, dass eine grafische Darstellung aufgrund ihrer Prägnanz von der Richtigkeit der beschriebenen Sachverhalte abweicht? Ist die geringe Aufmerksamkeitsspanne der Öffentlichkeit in Zeiten der 40-Sekunden-Interviews und des Zappens dem hohen Informationsgehalt einzelner grafischer Darstellungen gewachsen? Welche Sicht der Öffentlichkeit kommt in den grafischen Darstellungen zum Ausdruck? Das Lesen und Verstehen von Grafiken erfordert erhebliche Kompetenz, wie ist diese in der Öffentlichkeit verbreitet? Gibt es angesichts der Verbreitung der neuen Technologien eine neue Generation, die über ebendiese Kompetenz verfügt? Gibt es ein neues «Knowledge Gap»: das «Graphic Gap»?

 

Die wissenschaftliche Visualisierung: ein unentbehrliches Forschungs-instrument

 

Laura Symul, Illustrated Science, Lausanne

 

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  Wissenschaftliche Visualisierung wird meist als reines Kommunikationsinstrument gesehen. Dabei vergisst man jedoch, dass ein Grossteil der wissenschaftlichen Bilder für die Forschung selber angefertigt wird. Ausgehend von meiner Erfahrung als Forscherin wie als wissenschaftliche Zeichnerin untersuche ich, welche Formen der Visualisierung in der Forschung genutzt werden und welche in der Wissenschaftskommunikation zur Anwendung gelangen. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Wer ist an der Produktion dieser Bilder beteiligt? Inwiefern tragen Visualisierungstools zum wissenschaftlichen Fortschritt bei? Vor welchen Herausforderungen stehen Wissenschaftler, die sich mit Fragen der Visualisierung beschäftigen? Wie können sie denjenigen, die Wissen vermitteln, geeignete Ressourcen an die Hand geben? Welche Bilder gelangen an die Öffentlichkeit? Der Vortrag greift zurück auf kurze Videointerviews mit wichtigen Akteuren der Branche, konkrete Beispiele für Visualisierungen, welche die wissenschaftliche Forschung vorangebracht haben (z.B. die Verwendung von 3D-Animationsanwendungen für die Simulierung von Molekülen auf der Oberfläche von Viren), Beispiele für Visualisierungen, die den Weg in die Öffentlichkeit geschafft haben, und Möglichkeiten, wie Wissenschaftsvermittelnde die Instrumente der Forscher nutzen können (z.B. die Verwendung von kristallografischen Modellen für den Ausdruck von Proteinen per 3D-Drucker als Anschauungsmaterial).

Keynotes Vorträge

Sci-Art: Arranged Marriage or Love at First Sight?

 

Prof. Dr. Frank Burnet, Präsident der SNF-Kommission für Kommunikationsprojekte (Agora), Bern 

 

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  A connection has always existed between Science and Art and in the era before Big Science many individuals, most famously Leonardo Da Vinci, saw little distinction between them. However it was not until around the Millennium that schemes that had exclusively funded science began to support collaborations between artists and scientists. Several possible reasons for this can be identified. For example, a view that figurative and performance art could sweeten the science pill and provide a cultural and emotional context for science which had been eroded by its professionalisation. It was certainly a bonanza for artists who suddenly had access to funding in previously only dreamt of quantities, but what is the legacy 15 years on? What has been learnt about optimising the collaborative process? Is their evidence that Sci-Art draws audiences into extended engagement with science? Are some art forms easier to link to science than others?

These are examples of the questions this presentation will explore.

The Art and Science of Data Visualisation in 2014

 

Andy Kirk, Director visualising data, England

 

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  In this talk Andy Kirk will present an overview of the state of data visualisation and infographic design in 2014, looking through the lens of both the artistic and scientific attributes of this practice. He will introduce some of the creative design and critical thinking challenges involved in effective visualisation, presenting a range of contemporary examples that demonstrate the field at its finest. He will review some of the key recent developments and trends in the field, and take a peek at the prospects for data visualisation in the coming years.

Wissenschaftsvermittlung in der Pädagogik

 

«(R)amène ta Science!»

 

Didier Perret, Chimiscope – Université de Genève

 

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  In der Regel gibt es für Jugendliche (Sekundarstufe 1 und 2) zwei Wege,

wissenschaftliches Know-how zu erwerben:

• die Jugendlichen suchen selber die Hochburgen der Wissenschaft auf, um sich Wissen anzueignen;

• die Wissenschaft kommt in die Schulen, um ihre Erkenntnisse dort weiterzugeben.

Mit «(R)amène ta Science!» hat die Universität Genf nun kraft ihrer langjährigen Erfahrung mit beiden Wegen ein neues Konzept eingeführt, das dem Verhältnis Wissenschaft-Schüler neue Impulse verleihen will.

Die Grundlage bilden transportable «wissenschaftliche Stände» sowie die Schlüsselbegriffe Aneignung und Wiedergabe.

In einem ersten Schritt können sich naturwissenschaftlich interessierte Schüler Inhalt und Methodik der Kits aneignen.

Anschliessend veranstalten sie an ihrer Schule eine «Fête de la Science», an der sie ihren Peers (den anderen Schülern) das Wissen (wissenschaftliche Inhalte), die Fähigkeiten (Methodik) und die Verhaltenskompetenz (Kommunikation) präsentieren, die sie erworben haben.

Der neue Ansatz macht sich frei von früheren Hürden und schafft eine neue Dynamik der Wissensvermittlung.

Präimplantationsdiagnostik? Reden wir darüber!

 

Chantal Wicky, Université de Fribourg

 

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  Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums unserer Universität haben die Philosophische und die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät einen Workshop entwickelt, der von Mai bis Oktober 2014 in einem Bus durch die Schweiz reisen wird. Er bietet Interessenten die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen als Wissenschaftler zu betätigen und spielerisch die DNA zu verändern, um sich mit dem komplexen Thema des genetischen Fingerabdrucks zu befassen. Das Verfahren wird für zahlreiche Anwendungen genutzt, die durch Film und Fernsehen bekannt sind. Das anlässlich unseres 125-jährigen Jubiläums ausgewählte Szenario ist das der Suche nach dem genetischen Fingerabdruck eines antibiotikaresistenten Bakteriums. Die dafür verwendete Technik ist dieselbe wie die zum Erkennen von Mutationen der DNA im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik (PID). Vor Kurzem hat der Bundesrat dem Parlament ein Projekt unterbreitet, dass unter strengen Auflagen eine Aufhebung des PID-Verbots vorsieht, wenn Paare Gefahr laufen, ihrem Kind eine schwere Krankheit zu vererben. In dieser Frage wird das Schweizer Volk entscheiden. Doch damit sich die Menschen sachkundig zu diesem schwierigen und sensiblen Thema äussern können, braucht es Raum für Dialog. Mit unseren Workshops bieten wir ein Format, das Raum schafft für eine fundierte, wissenschaftliche Diskussion.

Scientix – das Portal für MINT-Pädagogik in Europa

 

Douglas Armendone Institut suisse des médias pour la formation et la culture 

 

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  Popularisierung in grossem Stil: Mithilfe verschiedener Online- und Offline-Dienste hat Scientix seit 2009 eine dynamische Gemeinschaft für Lehrer, Forscher, politische Entscheidungsträger, lokale Akteure, Eltern und alle sonstigen Interessierten im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung aufgebaut. Ziel dieser Internetplattform ist es, die Verbreitung und den Austausch von Ressourcen, Know-how und besten Praktiken im Bereich der Wissenschaftspädagogik in ganz Europa zu fördern. Scientix bietet Zugang zu Lehrmaterial und Forschungsergebnissen aus europäischen naturwissenschaftlichen Bildungsprojekten sowie aus verschiedenen nationalen MINT-Initiativen. Im Rahmen der zweiten Projektphase, die Anfang 2013 eingeleitet wurde, wird der Austausch unter den Lehrkräften auf nationaler Ebene sowie die Erweiterung ihrer Kenntnisse verbessert. Scientix bietet auch einen kostenlosen Übersetzungsdienst für MINT-Unterrichtsressourcen an: Auf Wunsch werden die auf Scientix bereitgestellten didaktischen Ressourcen in jede beliebige von 24 EU-Sprachen übersetzt. Die Projektkoordination auf europäischer Ebene obliegt European Schoolnet, in der Schweiz fungiert educa.ch als Partner für das Projekt (scientix.eu).

Kunst vermittelt Wissenschaft III

Warum die Wissenschaft für das Theater und das Theater für die Wissenschaft attraktiv ist

 

Mirjan Neidhart, 1visible, Zürich

 

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  Die Theatergruppe 1visible hat mit dem Robotiker Prof. Dr. Rolf Pfeifer vom AILab der Universität Zürich das Stück «To be, or not to be humanoid» und mit dem Neurorobotiker Dr. Manfred Hild von der Humboldt Universität zu Berlin das Stück «Ecce homo» realisiert. Beide Projekte behandeln die Koexistenz von Mensch und Maschine, thematisieren Projektionen, Ängste und Gefahren der aktuellen Entwicklung und sind künstlerische Beiträge für eine vielschichtige gesellschaftliche Diskussion.
Do it: Science visualization/illustration I

 

   
Résumé 

 

   

 

Hier finden Sie unser definitives Programm:

Kurzübersicht
Ausführliches Programmheft

Bitte beachten Sie, dass dieses Jahr den Kongressunterlagen die Kurzübersicht in Papierform beigefügt wird. Alles weitere ist online verfügbar.

Ausserdem...

In der Zwischenzeit können Sie einige unserer Keynote Speaker kennen lernen. Im Blog werden in den nächsten Wochen regelmässig Interviews publiziert.

Lesen Sie die aktuellen Interviews mit der Leiterin von Arts@CERN, Ariane Koek zum Thema „Kunst und Wissenschaft" mit dem Wissenschaftskommunikationsexperten Prof. Mike Schäfer zum Thema „Wissenschaft – Medien – Politik" und mit Nationalrat Jean-François Steiert zum Thema "Verhältnis Wissenschaft – Medien – Politik".

 

Führung KKLB

Bei jedem KKLB-Anlass gehört eine Führung für alle Besucher zum Programm. Dabei lernen Sie das KKLB und den Landessender Beromünster, spannendes aus der Geschichte, sowie Künstler und Ausstellungen kennen.