Session 1 - Eröffnung

Vortrag: Thema Umwelt: Meinung gegen Wissenschaft?

 

Dominique Bourg, Universität Lausanne

 

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Im Verhältnis zu den Analysen, wie sie zum Beispiel Ulrich Beck (Die Risi- kogesellschaft, 1986) anstellte, ist bezüglich der Beziehungen zwischen Wissenschaften und Gesellschaft ein entscheidender Wandel einge- treten: Heute sind es gewisse Wissenschaftler, die eine apokalyptische Rede halten. Eine Rede, die sowohl Politiker, als auch Ökonomen und im Grossen und Ganzen die Mehrheit der öffentlichen Meinung unbe- rührt lassen, sofern weder die einen noch die anderen Klimaskeptiker geworden sind. Im von Beck analysierten Streitgespräch zwischen Wis- senschaftlern, die die Probleme bestreiten, und einer Zivilgesellschaft, die die Risiken und Manipulationen denunziert, ist es nicht zu einem simplen Rollentausch gekommen, sondern zu einer extrem zersplitterten Landschaft, die die öffentliche Entscheidung noch unsicherer gestaltet. Es macht keinen grossen Sinn, von der Wissenschaft in der Einzahl zu sprechen, so gross ist der Graben zum Beispiel zwischen den Verfech- tern der synthetischen Biologie oder dem Geo-Engineering einerseits und den wissenschaftlichen Gemeinschaften der Klimawissenschaft oder der Biodiversität andererseits. Die einen werden von starken wirt- schaftlichen Interessen angetrieben, während sich die anderen dem gewissermassen entgegenstellen oder diese zumindest in Frage stellen. Es sind auch wirtschaftliche Gründe (der absolute Glaube an die Mög- lichkeiten des Marktes), die die Öffentlichkeit anfällig dafür machen, die wissenschaftliche These der anthropogenen Verantwortung in Bezug auf den Klimawandel zu akzeptieren oder abzulehnen.

Wie sollen die Wissenschaften in einem solchen Kontext kommuniziert werden?

Siehe auch Interview auf www.sciencecomm.ch

Session 4 - Workshop Projekte Kinder und Jugendliche

Effektive Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen

 

Moderation: Christoph Musy, Projektforum AG

 

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  Welches werden in Zukunft die Schlüsselkomponenten für eine erfolgreiche Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen? Die Sprache, der Kanal, die Technik oder doch der Multiplikator? ... natürlich die geschickte Kombination von allem!

 

Wir sammeln in drei Workshops aus ihren und unseren Projekten die guten Kombinationen und die kleinen Fehler. Weiter wagen wir einen Blick nach vorne: was zeichnet sich ab, das morgen gelten wird?

1. Das Zwiebel-Prinzip: Ist Mund-zu-Mund-Propaganda immer noch das beste Mittel, um Menschen zu mobilisieren? Kann man – wie darf man das umgehen? Hier kommt auch das Web 2.0 ins Spiel.

2. Das Prinzip Hoffnung: «Die Hälfte der Werbung ist zum Fenster hinaus geworfenes Geld, wir wissen nur nicht welche.» – wir diskutieren Tipps und Tricks, um die Hälften abzugrenzen.

3. Das Prinzip der Subsidiarität: Wie kann man Verantwortung weitergeben, damit andere es zu ihrem eigenen Anliegen machen? Gerade wenn man das Resultat kontrollieren möchte – oder war das schon wieder falsch?

Zu diesen Themenfeldern – Technik / Kanäle, Dialoggruppen und Projektdesign – werden in Kleingruppen auf einem einem Poster Stolpersteine, Lösungsansätze und Trends festgehalten.

Session 5 - Workshop Apps in der Kommunikation

Apps in der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Anwendung

 

Erich Schneider, Academia Raetica

 

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  Die Entwicklung von Apps für mobile Geräte hat jede Erwartung überstiegen. Die verschiedensten Institutionen nutzen diesen Weg, um ihr Wissen dem Anwender auf attraktive Weise mitzuteilen. In diesem Workshop werden sechs verschiedene Apps präsentiert. Im Bereich der Schule stellt die LerNetz AG eine digitale Lernumgebung der Grundrechenarten für 5- bis 10-Jährige und die Universität Kaiserslautern Apps für Experimente in Physikunterricht und Lehrerbildung vor. Die atfront AG berichtet von ihrer Applikation «Solarrrechner» für Besucher der UmweltArena. Die AO Stiftung versorgt ihre Chirurgen über die «AO Surgery Reference» mit den Grundlagen für Fixation und Nachbehandlung von Frakturen des Bewegungsapparates. Im Bereich der Prävention bietet die Firma Life Science Communication im Auftrag des BAG die App «Break the Chain» für schwule Männer und das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF Davos «White Risk mobile» für Schneesportler mit interaktiver Lawinenkunde an.

 

Nach einer Präsentation der Systeme werden die Möglichkeiten und Erfahrungen mit dieser Art der Wissensvermittlung diskutiert. Der zusätzliche Nutzen einer bi-direktionalen Kommunikation, die es erlaubt, relevante Informationen vom Nutzer an eine Zentrale zurück zu senden, soll besprochen werden. Die Beispiele können dazu dienen, diese Form der Kommunikation zu optimieren und auf andere wissenschaftliche Gebiete auszudehnen.

Solarrechner UmweltArena

 

Peter Eisenegger, atfront AG

 

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  Wie können interaktive Anwendungen im Kontext einer Ausstellungssituation dazu beitragen, technisches Wissen zu vermitteln und dessen Nutzen erlebbar zu machen? Für die Exhibit «Solarenergie» der Umwelt- Arena (Eröffnung Sommer 2012) hat die atfront ag eine Touchscreen-Applikation entwickelt, die im Zusammenspiel mit den physischen Ausstellungselementen sowohl die Thematik erklärt als auch Interaktionsmöglichkeiten bietet. Die Besucher können mit Hilfe der Applikation das Potenzial von Sonnenenergie für ihr eigenes Haus berechnen und darstellen lassen und erhalten gleichzeitig individuelle Informationen zu Energieernte, Über- und Unterproduktion sowie finanzielle Kennzahlen. Ein Praxisbeispiel, wie interaktive Medien in Real-Life-Situationen einen Mehrwert bieten können.

Workshop: Break the Chain: Vom epidemologischen Modell zur App für schwule Männer

 

Mark Bächer, Jen Haas, Life Science Communication AG

 

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Wie setzt man Erkenntnisse aus einem epidemiologischen Modell in eine Präventionskampagne um? Und wie bettet man diese Erkenntnisse so in die Kampagne ein, dass sie von der Zielgruppe verstanden werden? Dies die knifflige Ausgangslage für Break The Chain, eine neue HIV- Präventionskampagne, die sich an Männer richtet, die Sex mit Männern haben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wollte wissen, weshalb sich schwule Männer trotz gutem Schutzverhalten immer häufiger mit HIV infizieren. Und was dagegen zu tun sei. Eine Modellrechnung gefüttert mit Daten aus Befragungen, Kohortenstudien und epidemio- logischen Meldungen lieferte die zentrale Erkenntnis: Schwule Männer geben das HI-Virus vor allem in den ersten Wochen der Infektion meist unwissentlich weiter. So entstehen Infektionsketten. Für die Kampagne wurde dieses Wissen genutzt und spielerisch umgesetzt. Basis bildete eine Applikation fürs Smartphone. Ein darin enthaltenes Tool mit Frage- bogen half den Teilnehmern zu ermitteln, ob sie Teil einer Infektionskette sein könnten, und führte sie durch die Kampagne. Der Entscheid zur Applikation als Herzstück der Kampagne erforderte eine Multichannel- Kommunikation: Website und Facebook-Fanpage ergänzten die App, kommuniziert wurde aber auch klassisch mittels Broschüren, Inseraten und Medieninformationen. Der Workshop beginnt mit vielen Fragen, Zahlen und Kurven und endet bei einer multifunktionalen und attraktiven Smartphone-App.

Workshop: Relevant Apps für Smartphone-Experimente in Physikunterricht und -lehrerbidung

 

Jochen Kuhn, Patrik Vogt, Sebastian Gröber, University of Kaiserslautern, Department of Physics/Didactics of Physics

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Noch vor zehn Jahren stellte das Mobiltelefon bei Kindern und Jugendli- chen ein kaum verbreitetes Kommunikationsmedium dar und die haupt- sächlichen Funktionen beschränkten sich auf das Telefonieren sowie auf das Versenden von Kurznachrichten. Beide Aspekte haben sich bis heute völlig geändert: mehr als 95% aller Jugendlichen besitzen ein Handy, ein Smartphone oder einen Tablet-PC und verwenden diese für ganz vielfältige Gegebenheiten des alltäglichen Lebens. Neben allseits bekannten negativen Effekten im Schulalltag könnten insbes. Smartpho- ne und Tablet-PC durch sinnvoll eingesetzte Apps den Physikunterricht an vielen Stellen bereichern.

Während der Einsatz solcher Medien als Dokumentations-, Kommuni- kations- oder Informationsmittel an vielen Stellen des Unterrichts bereits erprobt wird, ist dabei die Verwendung von Smartphone und Tablet-PC als Experimentiermittel eine bisher noch wenig betrachtete Einsatzmög- lichkeit. Deshalb werden in diesem Beitrag Apps vorgestellt, mit denen Smartphone und Tablet-PC als experimentelles Tool in Physikunterricht und -lehrerbildung eingesetzt werden können. Nach einer überblickswei- sen Darstellung der diesbzgl. wichtigsten Apps werden zudem einzelne wenige Apps exemplarisch im Detail diskutiert.

Session 6 - Gesundheitskompetenz

Vortrag: Die Heraus-forderungen der Gesundheitskompetenz für die Gesundheitsförderung

 

Catherine Favre Kruit, Gesundheitsförderung Schweiz

 

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Gesundheitskompetenz bestimmt sich als die Fähigkeit des Einzelnen, Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Das Konzept der «Gesundheitskompetenz» hat verschiedenste Facetten und betrifft nicht nur das Pflegesystem. Auch Bildung, Lebensmittelin- dustrie, Sport oder Einzelhändler müssen mit einbezogen werden. Die Situation der Gesundheitskompetenz in der Schweiz ist nicht ausführ- lich dokumentiert. Verschiedene Studien zeigen aber, dass ein nicht vernachlässigbarer Teil der Bevölkerung über ein beschränktes Niveau an Gesundheitskompetenz verfügt, was negative Folgen auf den Ge- sundheitszustand hat.

Die Gesundheitskompetenz spielt bei der Ungleichheit in der Gesundheit eine wichtige Rolle und ihre Verbesserung ist daher eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit. Diese Verbesserung erfordert eine Inter- vention sowohl auf individueller Ebene als auch mittels Rahmenbedingun- gen und lässt sich nicht nur über Partnerschaften mit den Akteuren der verschiedenen Sektoren erzielen. Gesundheitsförderung Schweiz ist aus diesem Grund seit den Anfängen Mitglied der Allianz Gesundheitskompe- tenz. In diesem Rahmen wurde sie beauftragt, eine Studie durchzuführen, um die Situation in den Kantonen zu ermitteln. Die Studie zeigt, dass das Konzept der Gesundheitskompetenz bekannt ist und dass die konkrete Umsetzung unterschiedlichste Formen angenommen hat. Der Bericht weist auch auf die Notwendigkeit hin, die Anstrengungen auf nationaler Ebene zu verstärken, um der Thematik mehr Gewicht zu verleihen.

Vortrag: Gesundheitskompetenz in einer vielfältigen Gesellschaft

 

Corinna Bisegger, Schweizerisches Rotes Kreuz

 

 

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Die Chancen für eine gute Gesundheit sind ungleich verteilt – Gesund- heitskompetenz spielt dabei eine wichtige Rolle. Die um Jahre gerin- gere Lebenserwartung wenig ausgebildeter Menschen im Vergleich zu jenen mit hohem Bildungsabschluss ist unter anderem ein Indiz dafür. Einerseits muss deshalb die Gesundheitskompetenz von benachteiligten Gruppen gefördert werden. Andererseits sind die Bedürfnisse dieser Gruppen bei der Entwicklung von Angeboten besonders zu berücksich- tigen. Beide Perspektiven ergänzen sich gegenseitig.

Migrantinnen und Migranten mit eingeschränkten sozioökonomischen Ressourcen sind besonders benachteiligt im Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung. Spezifische Lebenssituationen, wie z. B. ein beruflicher und sozialer Abstieg durch die Migration, geringe Kompe- tenz in der Lokalsprache oder fehlende soziale Netzwerke behindern die Entfaltung von Gesundheitskompetenz. Seit Jahren entwickelt das Schweizerische Rote Kreuz Angebote zur Förderung der Gesundheit von MigrantInnen:

  • Kurse unterstützen MigrantInnen darin, ihre Gesundheitskompetenz einem neuen Umfeld anzupassen.
  • Migrationsspezifische Informationsmaterialien erleichtern den Zugang zu gesundheitsrelevantem Wissen
  • Ausbildungen und Massnahmen für einen transkulturellen Wandel bereiten Fachpersonen und Institutionen darauf vor, adäquat mit Menschen in verschiedenen Lebessituationen und mit unterschiedlichen Gesundheits-kompetenzen umzugehen
Das Referat bietet exemplarische Einblicke in diese Arbeit.
Session 7 - Wissenschaftsevents

Vortrag: Scientifica: Von der Nacht der Forschung zu den Zürcher Wissenschaftstagen

 

Roland Baumann, ETH Zürich Hochschulkommunikation

Theo von Däniken, Kommunikation Universität Zürich

 

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  Mit der Scientifica knüpfen Universität Zürich und die ETH Zürich an die gemeinsame Erfolgsgeschichte der Nacht der Forschung an. Der Start im vergangenen Jahr ist gelungen, wovon über 15 000 begeisterte Besucherinnen und Besucher, illustre Gäste und eine breite mediale Berichterstattung zeugen. Anfang September 2012 finden die zweiten Zürcher Wissenschaftstage statt. Gemeinsam laden die beiden internati- onal renommierten Universitäten wiederum die interessierte Bevölkerung sowie Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft in ihre Hauptge- bäude ein, um ihnen die Faszination der Wissenschaft näherzubringen. Die «Scientifica» ist die wichtigste Publikumsveranstaltung von ETH Zü- rich und Universität Zürich. Sie basiert auf einem klaren Konzept und will den Nutzen der beiden Hochschulen für die Gesellschaft aufzuzeigen. Die beiden Referenten, Mitglieder eines achtköpfigen Projektteams, waren verantwortlich für Konzept und Inhalt der ersten beiden Veran- staltungen. Sie präsentieren die grundsätzlichen Überlegungen, die zur Scientifica geführt haben. Sie zeigen, wie das Projektteam die Ziele umgesetzt hat, und welche Lehren sich für kommende Jahre aus den Veranstaltungen ziehen lassen.

Vortrag:Wie mobilisiere ich eine Grossstadt für einen Wissenschaftsevent? Die Lange Nacht der Forschung in Wien – ein Erfahrungsbericht

 

Walter Schneider, Rat für Forschung und Technologieentwicklung, Wien

 

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  Die Lange Nacht der Forschung hat 2012 in ganz Österreich an einem Abend rund 100000 BesucherInnen begeistert, davon entfielen etwa 25000 auf die Bundeshauptstadt Wien. Der Event basierte auf freiwilliger Teilnahme und wurde mit Sponsoring und viel eigenem Engagement der WissenschafterInnen ermöglicht. Doch was ist hinter den Kulissen passiert, um mehr als 250 verschiedene Stationen in Wien unter solchen Rahmenbedingungen zu organisieren? Wie geht man mit fehlenden Fi- nanzierungen um und welche Rolle haben die Medien dabei gespielt? Der Vortrag soll das Bottom-up Konzept der Langen Nacht der For- schung sowie die grössten Probleme und deren kreativen Lösungen kurz umreissen sowie Lust zur Teilnahme bei ähnlichen Veranstaltungen machen.
Session 8 - Prix Média

Vortrag: Wer soll über Wissenschaft schreiben – wenn nicht Journalisten?

 

Beate Kittl, Diplombiologin, Wissenschaftsredakteurin bei der Schweizerischen Depeschenagentur SDA, Vorstandsmitglied Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus

 

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Plädoyer

 

 

  Der Wissenschaftsjournalismus steckt in der Krise. Vorbei ist der Auf- wind der 1990er und frühen Nullerjahre, als die Öffentlichkeit froh war, inhaltlich sattelfeste und kritische Hintergründe zu Themen wie Klonen und Stammzellenforschung zu erhalten. Mit der Krise verschwinden die neu geschaffenen Wissenschaftsseiten und -stellen als erste wieder. Heute stehen immer weniger Wissenschaftsjournalisten einem immer grösseren Heer von PR-Leuten in den Universitäten und Wissenschafts- organisationen gegenüber. Sie werden zum Teil direkt in den Redakti- onen platziert. Wissenschaftler bekommen freie Hand für eigene Texte und Kolumnen in den Medien, ein Texthonorar brauchen sie prakti- scherweise nicht. Ist dies ein akzeptabler Ersatz für die Arbeit «echter» Journalisten, die gesellschaftlich brisante Themen in Medizin, Forschung oder Umwelt kritisch auswählen, aufarbeiten und einordnen – gegebe- nenfalls auch gegen die Lehr- oder politische Meinung? Der Vortrag will diese Entwicklungen aufzeigen und für einen unabhängigen Wissen- schaftsjournalismus plädieren.

Session 11 -  Geschichte und Trends der Wissenschaftskommunikation

Megatrends der Wissenschaftskommunikation: Prognosen, Forderungen und Handlungsempfehlungen von 30 Experten

 

Alexander Gerber, Deutsches Forschungszentrum für Wissenschafts- und Innovationskommunikation (innokomm GmbH)

 

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Präsentation

 

  Welche Entwicklungsszenarien ergeben sich für Wissenschafts- Journalismus und -PR und die innerwissenschaftliche Kommunikation angesichts fundamentaler Veränderungen sowohl im Medien- als auch im Publikations-system? Dieser umfassenden Fragen gingen 30 der renommiertesten Experten – sowohl Forscher als auch Praktiker – zwei Jahre lang in der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderten Delphi-Studie unseres Forschungszentrums nach (http://innokomm.eu/forschung/Foresearch/wk-trends). Die Ergebnisse liegen seit Ende 2011 vor, sind als Buch erschienen sowie in leicht komprimierter Form als E-Book kostenfrei erhältlich (u.a. auch auf der ScienceComm-Webseite) – inzwischen die meistgelesene aller Stifterverbands-Publikationen.

Session 12 -  Projektpräsentationen Gesundheit

Ziegen statt Ritalin? - Jugendlihe Dynamik im Wildnispark Zürich

 

Carmen Herzog, Wildnispark Zürich

 

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  Die «Geissen-Kids» des Wildnispark Zürich helfen seit kurzem – mit Unterstützung von Coop – regelmässig in der Pflege bedrohter ProSpecieRara-Nutztiere mit. Diese werden zur Beweidung von Flächen eingesetzt. Derzeit bringen die «Geissen-Kids» den Pfauenziegen das Wandern bei. Bockig, zickig, wild und so charmant: Persönlichkeiten treffen aufeinander – bei «Kids» als auch «Geissen». Bei jedem Wetter ziehen sie mittwochs los. «Wie tickt wohl heute meine Geiss?», fragt sich insgeheim manch ein Kind. Gemeckert wird bei der Zuteilung der Ziegen kaum. Klar ist, X ist für heute «meine» Geiss und ich bin für sie verantwortlich. Mit gesundem Respekt und den Ziegen am Seil laufen die Kinder los; sichtlich stolz aber auch erleichtert kehren sie nach dem Marsch zurück. Die Fellpflege am Schluss wird von Ziegen genossen und lässt Kinder nach dem aufregenden Spaziergang zur Ruhe kommen. Noch stehen wir am Anfang. Längerfristiges Ziel ist, dass die Kinder durch den ganzheitlich-stetigen Charakter des Projekts zunehmend Ver- antwortung übernehmen, Entscheide treffen, handlungsfähig werden und – im Sinne von BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) – über sich hinaus wachsen. Erste Beobachtungen zeigen, wie vorlaute Kinder bei den Ziegen konzentriert werden oder schüchterne Kinder plötzlich auftauen und ein gesundes Selbstvertrauen an den Tag legen. Wissen- schaftlich bewiesen ist zwar (noch) nichts. Doch besteht für uns kein Zweifel: Ziegen zeigen Wirkung.

Moderne Wissensvermittlung und Vernetzung am Beispiel Brain Bus

 

Laura Schneider, Life Science Communication AG

 

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  Mobile Ausstellungskonzepte gibt es schon seit längerem. Auch die Vermittlung wissenschaftlicher Themen an ein Laienpublikum ist keine neue Aufgabe. Und von Vernetzung wird seit den frühen Tagen des Internets gesprochen. Neuartig ist das Konzept, das alle drei Bereiche gekonnt verknüpft – genau das geschieht im Brain Bus. Die mobile Ausstellung rund ums Gehirn fährt in einem umgebauten Linienbus in alle Regionen der Schweiz. Das interdisziplinäre Forschungsfeld der Neurowissenschaften verlässt den Elfenbeinturm und mischt sich un- ters Volk – auf öffentlichen Plätzen, an Schulen oder bei Einkaufszen- tren. Spielerische Experimente unter Einbezug aller Sinne wecken die Neugier der Besucher, die dazugehörigen Erklärungen vermitteln das entsprechende Wissen. Life Science Communication entwickelte die Ausstellungsinhalte in Zusammenarbeit mit den neurowissenschaftlichen Instituten der Schweizer Universitäten und technischen Hochschulen. Finanziert wird das Projekt von Stiftungen, kantonalen Lotteriefonds, Patientenorganisationen und Unternehmen. Die Kombination dieser Partner ermöglicht die Behandlung unterschiedlicher Schwerpunkte unter verschiedenen Perspektiven. Die Umsetzung durch eine Kommu- nikationsagentur als Schaltstelle zwischen den Partnern und Instituten stellt den koordinierten Ablauf des komplexen Projekts sicher. Ein breites Spektrum begleitender Kommunikationsmassnahmen sorgt für einen konstanten Besucherstrom, welcher durch fachlich qualifizierte Betreuer (Neurowissenschaftler) durch die Ausstellung begleitet wird. Der Vortrag beantwortet Fragen zu praktischen Seiten der Wissensvermittlung, zu den konzeptionellen Arbeiten sowie zur Partnersuche und Finanzierung. Speziell beleuchtet wird die Funktion des Brain Bus als Vernetzungsort.

E-Lesson "Substanzen und Methoden"

 

Michael Krattiger, Stiftung Antidoping Schweiz

 

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  Welcher Sporttreibende hat sich nicht schon gefragt, was die verschie- denen Substanzen und Methoden der Dopingliste im Detail bedeuten? Die neue interaktive E-Lesson «Substanzen und Methoden» von Antido- ping Schweiz beantwortet diese und weitere Fragen mittels 15 kurzwei- liger und informativer Module. Darin wird erklärt, wie die verschiedenen Substanzklassen und Methoden der Dopingliste definiert sind, welche Wirkungen und Nebenwirkungen sie im Körper entfalten und welche Sportarten vornehmlich betroffen sind. Dank einem umfangreichen Set an Testfragen kann geprüft werden, ob der Wissenstransfer erfolgreich war.

Die E-Lesson ist für Schülerinnen und Schüler auf Sekundarschulstufe II konzipiert. Die Module bieten jeweils einen interdisziplinäreren Zugang. So bestehen beispielsweise Verknüpfungen zu Themen aus den Bereichen Biologie, Chemie, Ernährung oder Trainingslehre. Für Lehrpersonen wurde eigens eine «Blended Learning Strategie» entwickelt, welche beschreibt, wie die interaktive E-Lesson im Unterricht eingebunden werden kann.

Die Kriterien von Swiss Olympic bei der Label-Vergabe verpflichten die Sportschulen das Thema Dopingprävention im Lehrplan zu verankern, jedoch fehlte vielen Lehrpersonen bisher geeignetes Unterrichtsmaterial. Die E-Lesson schliesst diese Lücke, denn Antidoping Schweiz war es seit Beginn der Konzeptphase ein Anliegen, die E-Lesson auf die Bedürf- nisse der Swiss Olympic Label Schulen auszurichten. Gemeinsam mit Swiss Olympic, dem Sportgymnasium Davos und der Entwicklerfirma LerNetz wurden diese Bedürfnisse evaluiert und angegangen. Somit können alle Schweizer Sportschüler – selbstverständlich auch jene au- sserhalb der Label Schulen – stufengerecht und einheitlich über Doping aufgeklärt werden.

Die E-Lesson «Substanzen und Methoden» von Antidoping Schweiz existiert in französischer und deutscher Sprache, umfasst derzeit 15 Module und kann über http://www.antidoping.ch/elessons abgerufen werden. Zudem erscheint demnächst ein weiteres Modul zu Gendoping.

fit 4-future

 

Pascale Vögeli, Cleven-Stiftung

 

 

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Die Fakten: Die immer stärker technisierte Umwelt stellt nur noch geringe Anfor- derungen an die körperliche Leistungsfähigkeit. Es fehlen zunehmend Spiel- und Bewegungsräume, in denen Kinder spontan ihr Aktivitäts- bedürfnis ausleben können. Unausgewogene Ernährung ist in vielen Familien Alltag.

Die Folgen: Jedes fünfte Kind ist heute in Deutschland und der Schweiz überge- wichtig. Neben einem massiven Verlust an Lebensqualität sind auch ein erhöhtes Unfallrisiko und die Beeinträchtigung der Gesundheit Konse- quenzen dieser Entwicklung. Vermeidbare Kosten im Gesundheitswesen werden langfristig ins Unermessliche steigen und die WHO sagt vor- aus, dass global bald erstmals genauso viele Menschen an den Folgen von Überernährung sterben werden wie an den Folgen von Hunger. Vor diesen Hintergründen setzt die Cleven-Stiftung das Projekt «fit-4-fu- ture» um. Damit wird seit sieben Jahren ein aktiver Beitrag gegen die Pro- blematik von Bewegungsarmut und Übergewicht im Kindesalter geleistet. Unterdessen sind in der Schweiz und in Deutschland über 250000 Grundschulkinder, deren Eltern und rund 10000 Lehrpersonen in die Initiative involviert. «fit-4-future» bietet den Schulen und Eltern in Zu- sammenarbeit mit Fachleuten zu den Themen Bewegung, Ernährung und Brainfitness kostenlose Events, Infoveranstaltungen, Drucksachen, etc. an, mit dem Ziel, die Lebensgewohnheiten junger Menschen auf spielerische Weise nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Suisse Balance – die nationale Projekt-förderstelle Ernährung und Bewegung

 

Sophie Frei, Suisse Balance

 

 

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  Suisse Balance ist eine nationale Projektförderstelle Ernährung und Be- wegung und wird getragen vom Bundesamt für Gesundheit und von Gesundheitsförderung Schweiz. Suisse Balance unterstützt, koordiniert, vernetzt und verbreitet Projekte und Massnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend täglicher Bewegung. Ak- teure in der Schweiz, die sich für ein gesundes Körpergewicht mit Fokus auf Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 20 Jahren engagieren wollen, werden von Suisse Balance finanziell, fachlich und praxisnah unterstützt. Seit 2002 hat Suisse Balance eine Vielzahl an Projekten im schulischen und ausserschulischen Umfeld unterstützt und verbreitet. Als Schnitt- und Schaltstelle ist Suisse Balance bemüht, den Wissen- stransfer zwischen verschiedensten Akteuren in der Schweiz zu fördern und mit inhaltlichen Impulsen zu Ernährung und Bewegung sowie Er- kenntnissen aus erprobten Projekten zu bereichern.Weitere Informationen zu den Projekten sowie Links, Unterlagen und Materialien zu den Themen Ernährung, Bewegung, Gesundheitsförde- rung und Prävention: http://www.suissebalance.ch

Session 13 - Projektpräsentationen Umwelt

CCES@School: Aktuelles Nachhaltigkeits-Wissen verständlich und lernwirksam vermitteln

 

Nikolaus Gotsch, ETH-CCES

 

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Das 2006 gegründete Kompetenzzentrum Umwelt und Nachhaltigkeit des ETH-Bereichs (CCES) fördert multidisziplinäre, inter-institutionelle Projekte in den Gebieten natürliche Ressourcen, nachhaltige Landnut- zung, Klima und Umweltveränderungen, Umwelt und Gesundheit so- wie Naturgefahren und Risiken. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden auch in Aus- und Umweltbildungs-Initiativen umgesetzt. Eine davon ist CCES@School. Das Projekt hat zum Ziel, Unterrichtsmateri- alen bereitzustellen, welche Schülerinnen und Schülern der Sekundar- stufe I (II) wissenschaftlich fundiert neue Umweltforschungserkenntnisse verständlich vermitteln, Wege zu einer nachhaltigeren Nutzung natür- licher Ressourcen aufzeigen sowie über die aktive Auseinandersetzung mit der Thematik die Bereitschaft zu nachhaltigerem Verhalten fördern. Die Unterrichtsmaterialien sind auf die Lehrpläne abgestimmt und bieten vielfältige Anknüpfungspunkte zu gängigen Themen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Ihre Lernwirksam- keit wird zudem durch den Einsatz besonders effizienter Lernformen auf der Grundlage von neuesten Erkenntnissen der Lehr- und Lernfor- schung optimiert. Diese Unterrichtsmaterialien sind das Produkt einer intensiven Zusammenarbeit verschiedener Fachleute: Forschende der ETH-Bereichs-Institutionen, des MINT-Lernzentrums der ETH Zürich, der pädagogischen Hochschulen Bern und St. Gallen sowie des Vereins GLOBE Schweiz. Sie erstreckt sich über den gesamten «Produktzyklus» von der Themendefinition über die Formulierung der Lernziele, die Ent- wicklung der Unterrichtsmaterialien, die Prüfung ihrer Lernwirksamkeit sowie ihrer Einführung in die Aus- und Fortbildung von Lehrpersonen und an Schulen sowie ihrer weiteren Verbreitung für den Unterricht über Kommunikationskanäle der beteiligten Partner. 

Session 14 - Projektpräsentationen Kinder und Jugendliche I

Chimiscope – Interaktiv Eintauchen!

 

Didier Perret, Communication Manager, Chimiscope – UNIGE

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Das Chimiscope – http://chimiscope.ch – ist eine innovative Plattform zum Entdecken und Experimentieren in der Welt der Moleküle und Bio- moleküle. Die Plattform wurde Ende 2011 an der Abteilung für Chemie der Universität Genf eröffnet und begrüsst Gruppen von 5–25 Besu- chern, im Alter von 7–107 Jahren, vom Anfänger bis zum Experten. In einem modernen Umfeld offeriert das Chimiscope spektakuläre Versu- che, die zum Teil durch die Besucher ausgeführt werden. Dazu werden dem Niveau der Teilnehmer angepasste Erläuterungen abgegeben. Nach einem Jahr zeigt das Chimiscope einen wachsenden Erfolg bei Mittelschülern und Gymnasiastinnen aus der Schweiz, Frankreich und anderen Ländern Europas und hat auch eine gute Resonanz bei jün- geren Schulkindern.

Session 15 - Wissenschaft visualisieren

Ausstellung Wissenschaften/Künste/Gesellschaft «Risk inSight»

 

Valérie November, Mélanie Pitteloud, EPFL

 

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  Valérie November und die Studiengruppe für Räumlichkeit von Risiken (EPFL) stellen das Ausstellungsprojekt «Risk inSight» vor, das im Rolex Learning Center der EPFL vom 15. Oktober bis 15. November 2012 zu sehen ist. Die Präsentation enthält Videoanimationen.

 

Die Ausstellung im Bereich Wissenschaften/Künste/Gesellschaft will auf die Risiken, insbesondere die Umweltrisiken, aufmerksam machen und aufzeigen, warum und wie diese in unseren zeitgenössischen Ge- sellschaften eine immer grössere Rolle spielen. Der Ausstellungsraum umfasst vier themabezogene Module: Risiken identifizieren, Risiken beherrschen, Risiken diskutieren, leben mit Risiken. Bild- und Tonins- tallationen, Fotos, Videomodellierungen, interaktive Schnittstellen und ein Dokumentarfilm werden in den Dialog zu einer Reihe von wissen- schaftlichen Beiträgen gesetzt, um die Fragestellungen der Forscher mit einem breiten Publikum zu teilen.

Session 17 - Naturwissenschaftliche und technische Bildung in der Schule

Vortrag: Hi-Tec!

 

Matthias von Arx, Zentrum Naturwissenschafts- und Technikdidaktik, Pädagogische Hochschule FHNW

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  Im Projekt Hi Tec! werden verschiedene Unterrichtseinheiten zum Thema Technik für die Sekundarstufe I entwickelt. Dabei arbeiten innerhalb der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) Experten der Hochschule für Technik und der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik mit Ex- perten der Pädagogischen Hochschule zusammen. So wird es möglich, aktuelle Themen und Entwicklungsfelder für den Schulunterricht didak- tisch aufzubereiten (z. B. Faserverbundwerkstoffe, Wärmedämmung von Gebäuden oder GPS-tracking). Der Zugang erfolgt über das praktisch technische Handeln der Jugendlichen, welches dann auch Theoriebe- züge induziert. Die Unterrichtseinheiten fördern das Interesse an Technik und die technischen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen, auch im Hinblick auf die spätere Berufswahl.
Session 19 - Citizen Science

Schulen und Bevölkerung erforschen die Jahreszeiten mit PhaenoNet

 

Eric Wyss, Verein GLOBE Schweiz

 

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Schulen und Bevölkerung erforschen die Jahreszeiten mit PhaenoNet. Blüht die Hasel immer so früh? Treiben Buchen wegen der warmen Tem- peraturen früher als sonst? Das Bildungsprogramm GLOBE Schweiz, MeteoSchweiz und das Institut für Agrarwissenschaften der ETHZ er- möglichen mit der gemeinsamen Internetplattform PhaenoNet (www.phaeno.ethz.ch/globe/) interessierten Schulklassen, Laien und Experten ihre Beobachtungen zu melden. Die Beobachtungen und die Realtime- Darstellungen dienen für Pollenprognosen, Klimaforschung und sensi- bilisieren Jung und Alt für ihre Umwelt. Zusammen mit Science et Cité und den Akademien der Naturwissenschaften soll mit PhaenoNet die Bevölkerung angesprochen und in Dialog mit Forschenden gebracht werden. Dank der Begegnung mit Naturwissenschaftlern können eigene Beobachtungen in einen grösseren Zusammenhang gebracht werden. Teil eines Forschungsnetzwerks zu sein, ist für viele Menschen eine sinnstiftende Herausforderung. PhaenoNet bietet ihnen die Möglich- keit, sich an der Erforschung jahreszeitlicher Phänomene zu beteiligen. Sie beobachten mit Fotoanleitung eine bestimmte Pflanzenart, nehmen Daten zu Blüte, Blattentfaltung, Fruchtbildung und Laubfall auf und ge- ben sie auf PhaenoNet ein. Als Ergänzung zu PhaenoNet bietet GLOBE das Bildungsangebot «GLOBE Jahreszeiten» an (www.globe-swiss.ch/ de/Angebote/GLOBE_Jahreszeiten/). Lehrplankonform unterstützt es den kompetenzorientierten Unterricht und leistet einen Beitrag an die Wissenschaftspropädeutik.

Session 20 - Projektpräsentation Kinder und Jugendliche II

Il giardino della scienza

 

Giorgio Häusermann, DFA SUPSI

 

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Il giardino della scienza – SE Ascona: Der Garten der Wissenschaft hat seine Tore in Ascona geöffnet, in einem Raum, der von der Direktion der Gemeindeschulen zur Verfügung gestellt wurde. Ziel ist die Vermitt- lung von wissenschaftlichen Aktivitäten für Kinder. Der Saal enthält eine Sammlung von Spielsachen und Ausrüstungen für wissenschaftliche Experimente und eignet sich für Klassen, die aktiv an den verfügba- ren Tätigkeiten mitmachen wollen. An verschiedenen anderen Tessiner und italienischen Schulen wurden zahlreiche weitere Aktivitäten orga- nisiert. Die Darbietungen und Workshops wurden zudem an Festivals und wissenschaftlichen Konferenzen in Italien, Spanien und Belgien durchgeführt. Der Garten der Wissenschaft hat zu den Aktivitäten von Asconosc(i)enza 2012 beigetragen, die mit Unterstützung von Science et Cité, dem Atelier «Occhio allo specchio» und den Spektakeln «Re Giorgio e la sua più grande magia» und «Dall'ambra all'elettrone» or- ganisiert wurde. Mithilfe einiger Experimente werden die vorgeschla- genen Aktivitäten seit der Eröffnung im November 2010 in Ascona und anderswo präsentiert.

Familienexkursionen in die Pflanzenwissenschaft 1 und 2

 

Melanie Paschke, Zurich-Basel Plant Science Center

 

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Sowohl unsere Kinder als auch die wissenschaftliche Erforschung der Pflanzenwelt stellen eine Investition in die Zukunft dar. Mit Familienex- kursionen in die Pflanzenwissenschaft möchte das Plant Science Center diese Aussage in die Praxis umsetzen. Wir möchten dazu beitragen, die Forschungsbereiche unseres Netzwerks verständlicher zu machen und das Bewusstsein für pflanzenrelevante Themen und deren Bedeutung für unser tägliches Leben zu schärfen. Zielgruppe der Exkursionen ist eine Bevölkerungsgruppe mit grossem Multiplikatoreffekt für die Zukunft: die Jugendlichen.

Von 2012 bis 2013 veranstaltet das PSC zwei Exkursionen mit dem Ziel, das Bewusstsein für derzeitige Trends und Herausforderungen im Bereich der Pflanzenwissenschaft zu sensibilisieren: «Plant Breeding for the Future» (Raum Zürich ) und «Dealing with Global Change in the Swiss Alps» (Alpenraum). Dabei möchten wir jungen Menschen (im Alter von 10–16) und ihren Familien zeigen, wie Pflanzenwissenschaftler arbei- ten. Zu den Exkursionen gehören Open Labs, Ausstellungen, Zukunfts- Workshops und ein Geocaching Trail. Innovativer Bestandteil des Konzepts ist beispielsweise der Workshop «Shaping our Future»: Angestrebtes Ziel ist dabei der Dialog zwischen den Jugendlichen und den eingeladenen Wissenschaftlern, Ethikern, Vertretern von NGOs und Landwirten. In diesem Workshop können sich junge Menschen eine eigene Meinung bilden, indem sie ihre Bedenken äussern und gemeinsam mit den wissenschaftlichen Vertretern über Optionen diskutieren und neue Ideen entwickeln.

Wir werden das Konzept und den Inhalt dieser innovativen Form der wissenschaftlichen Kommunikation vorstellen.

Synergien bei Wissenschaftskommunikation und Bildung

 

Marco Martucci, freier Journalist, Lehrer

 

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Ich möchte zeigen, wie man Schule, Media und andere Mittel für eine wirksame Umwelterziehung bei jeder Altersstufe benutzen kann. Ich war von 1995 bis 2012 ununterbrochen Mitarbeiter bei Schweizer Radio Radiotelevisione Svizzera RSI, Lugano. Wöchentliche Sendung «Natura sott'occhio» live 18 Monate lang, dann registrierte Sendungen «Natura sott'occhio» und «Dentro le cose», Prix Media SANW 2002. Beide Sen- dungen zu den Themen Natur, Umwelt, und Wissenschaft. Später «La scienza, la natura, le cose», wöchentlich bis Februar 2012. Zwei Bücher über Natur, Umwelt, Wissenschaft, «Curioso!» 1 und 2, SalvioniEdizioni, Bellinzona. Projekt «Laubfrosch», Vom Brachland zum Naturschutzgebiet im Schulareal der Scuola Media, Lugano-Barbengo, 1. Preis Biodiver- sität WWF-Schweiz 2010. Mein Engagement für unsere Umwelt ist im Unterricht, Radio, Fernsehen, Zeitungen, Vorträgen, Vorlesungen an der UNI3 usw.

Life Science Zurich: Wissenschaft für die interessierte Öffentlichkeit

 

Daniel Kiper, Life Science Zurich Learning Center

 

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  Life Science Zurich wurde 2001 als gemeinsames Projekt der Universität und der ETH Zürich gegründet mit dem Hauptziel, die breite Öffentlichkeit über moderne Forschung in den Biowissenschaften zu informieren. Dank Ausstellungen, Wettbewerben und Diskussionsveranstaltungen erfahren interessierte Personen mehr über die neusten Forschungserkenntnisse und deren Bedeutung und Möglichkeiten für den Alltag.

 

Zudem können Lehrpersonen am Life Science Zurich Learning Center ihre Schulklassen von der Primarschule bis hin zur Gymnasialstufe für Praktika und Kurse in verschiedenen Richtungen (Molekularbiologie, Genetik, Biochemie) anmelden. Diese Veranstaltungen bieten vertiefte Einblicke in wissenschaftliche Arbeitstechniken und aktuelle Forschungs- themen und wecken bei der Jugend idealerweise das Interesse für die naturwissenschaftliche Forschung.

So führte die diesjährige BrainFair-Ausstellung «Gehirn und Technologie» den Besucherinnen und Besucher z.B. vor, welche modernen Tech- nologien heute in der neurowissenschaftlichen Forschung eingesetzt werden. Für Schulklassen gab es Führungen durch die Ausstellung, Vorträge oder auch Spezialpraktika in zwei Forschungslabors, die sich mit Bildgebung befassen.

Zukunft gestalten auf der Baustelle Zukunft in Cudrefin

 

Robert Unteregger, Stiftungen Zukunftsrat und cudrefin.02

 

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Anhand der Leitworte denken-werken-wirken und der eigenen Alltags- Erfahrungen erkunden Jugendliche auf der Baustelle Zukunft langfristig tragfähige Entwicklungspfade für das eigene nahe Umfeld und für unsere Gesellschaft.

Denkend: Indem z.B. für Handlungsfelder wie Ernährung, Mobilität, Wirtschaften, Energie, Kommunikation, Bauen langfristig tragfähige Leitideen entwi- ckelt werden.

Werkend: Indem z.B. mit Solarkochern gekocht, am Zukunftshaus gebaut wird; indem Geräte zum Messen des Stromverbrauchs und zum Anzeigen der Strahlungen unserer Alltagsgeräte entwickelt und gefertigt werden;

Wirkend: Indem z.B. Projekte zur Schulhausgestaltung, zum Recyceln, zur Ver- sorgung mit lokalen Nahrungsmitteln, zum Energie-Sparen, zur Wasse- rerwärmung mit Sonnenwärme realisiert werden. Allmählich kommt so eine langfristig zukunftsfähige Gesellschafts- und Lebensweise in Sicht und wird erahn- und erfahrbar.

Session 21 - Fishbowl-Diskussion und Videostatements zum Kongress

Trend-Forum zum Abschluss vom ScienceComm

 

Alexander Gerber, Deutsches Forschungszentrum für Wissenschafts- und Innovationskommunikation (innokomm GmbH)

 

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Präsentation

 

  Videoproduktion, Live-Visualisierung der Tagungs- Diskurse und Podiumsdiskussion