Mittwoch, 16. September 2020
Öffentliches Vorabendprogramm

Die Uhr tickt - heisse Luft, coole Versionen und mutige Schritte 

 

Thomas Stocker

Moderation: Sandra Boner

 

Präsentation 1

Präsentation 2

Am Vorabend luden wir alle Interessierten zu einer öffentlichen und interaktiven Veranstaltung mit dem renommierten Klimaforscher Thomas Stocker ein. Mit Beiträgen von Lernenden der Kantonschule Solothurn, der Klimajugend des Kantons Solothurn, der RestEssBar, dem Start-Up Planted sowie der 2000 Watt Gesellschaft der Region. 

 

Beträge:

Kantonschule Solothurn 1

Kantonschule Solothurn 2

Klimajugend

RestEssBar

2000 Watt Gesellschaft der Region

Donnerstag, 17. September 2020 
Keynote

Über die Grenzen der Rationalität einer Gesellschaft, die auf das Rationale vertraut

 

 

Katja Rost,
Universität Zürich

 

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Präsentation

Heutige Gesellschaften vertrauen auf die Rationalität. Sei es das dominierende Menschenbild in der Wissenschaft, der sogenannte homo oeconomicus, oder die dominierenden Auswahlverfahren für Amtsträger, beispielsweise Politikerinnen, Managerinnen, Professorinnen oder Richterinnen, welche suggerieren, dass sich stets die Besten im Wettbewerb durchsetzen und gewählt werden. Was aber wenn nicht Fähigkeiten darüber entscheiden, wer eine Spitzenposition in Gesellschaften erklimmt, sondern stattdessen Emotionen («gleich und gleich gesellt sich gern»), Matthäus-Effekten («wer hat dem wird gegeben») und Zufall (zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort)? In der Tat zeigt die Forschung, dass mehr als die Hälfte des Erfolgs von Personen oder Organisationen gerade nicht über Entscheidungsrationalität erklärbar ist. Der Vortrag beleuchtete diese Thematik und diskutierte Alternativen.

Dialogue Session 1

Storytelling: Wie erklären Jugendliche ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse der breiten Öffentlichkeit?

 

Marianne Begré,
Schweizer Jugend forscht

 

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In unserer Stiftung begleiten wir junge, motivierte und wissensdurstige Menschen auf Entdeckungsreise in die Wissenschaft. Wenn sie in unseren Förderprogrammen ihre ersten Schritte in der Forschung wagen, haben sie jeweils die Möglichkeit, ihre Projekte und Ergebnisse einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Art und Weise, wie sie dann diese Wissenschaft kommunizieren, begeistert und verblüfft uns immer wieder aufs Neue. In unserer Dialogue Session möchten wir dir einen Perspektivenwechsel anbieten und aufzeigen, wie Jugendliche, die selber gerade erst die Wissenschaft kennenlernen, diese ganz intuitiv emotional vermitteln. Lass dich inspirieren und tauche ein in die Zukunft der Wissenschaftskommunikation. Wir freuen uns auf eine rege Anschlussdiskussion.

Leidenschaft mal neun: Die Wissenschafts-Olympiade

 

Lara Gafner,
science.olympiad.ch

 

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Die Wissenschafts-Olympiade fördert interessierte Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und schafft Begegnungen mit Gleichgesinnten. Jedes Jahr finden Workshops, Lager und Wettbewerbe statt für über 4'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisierenden sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden investieren. Die Freiwilligen und Teilnehmenden der neun Olympiaden treibt vor allem eines an: Die Leidenschaft für ihr Fach. Wie lässt sich diese Leidenschaft einsetzen, um die gebündelte Wirkung der Wissenschafts-Olympiade zu verstärken? Wie wird die Wissenschafts-Olympiade mehr als die Summe ihrer neun Teile, ohne aus den Augen zu verlieren, was an den einzelnen Fächern begeistert? Wie kommuniziert die Wissenschafts-Olympiade zugleich Einheit und Vielfalt? Diese Fragen bespricht Lara Gafner, stellvertretende Kommunikationsbeauftragte der Wissenschafts-Olympiade und Freiwillige der Philosophie-Olympiade.

Dramedy oder Ekel: Wie bringen wir Wissen mit Emotionen auf Instagram?

 

Alisa Zaugg,
Science et Cité

 

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Instagram

Unsere Instagram Professorin Dr. Fuchs will die interaktiven Formate auf der Plattform umgestalten. Bisher haben wir vor allem mit spielerischem Charakter gearbeitet und über die Möglichkeit des Mitratens Wissen bei der Zielgruppe vermittelt. Wir möchten mit den Teilnehmenden der Session an Instagram-Stories arbeiten, wo die Emotion die Aufmerksamkeit fängt und das Wissen daraus aufgebaut wird. Es sollen über audiovisuelle Inhalte Gefühle bei der Zielgruppe ausgelöst werden, welche das Wissen nachhaltiger verankern und so zum Dialog mit der Professorin animieren. Habe Mut und spinn mit uns an Ideen rum, die «Prof. Dr. Fuchs» direkt ausprobieren kann. Dabei erzählen wir dir auch gerne von unseren bisherigen Erfahrungen mit dem Kanal, so dass alle Beteiligten mit Inspiration und neuem Wissen aus der Session gehen.

Mit Spielen wissenschaftliche Fakten kommunizieren

 

Marc Widmer, LerNetz AG

 

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Spiele werden gerne als das Leitmedium des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Längst ist das Klischee von gamenden Nerds im Keller bei Pizza und Cola überholt und das Medium Computerspiel hat die Gesellschaft durchdrungen und prägt sie.

Durch Games lassen sich nicht nur Geschichten vermitteln, ob zugunsten der Story oder zu Marketingzwecken. Mit Computerspielen lassen sich auch wissenschaftliche Fakten auf verständliche und emotionale Weise transportieren. Keinem anderen Massenmedium gelingt es dabei, die Konsumierenden derart zu involvieren wie dem Computerspiel.

In der Dialogue Session sollen ausgewählte Aspekte von Computerspielen und deren Potential in der Wissenschaftskommunikation anhand konkreter Beispiele analysiert und beleuchtet werden.
Talk Session

«So schützen wir uns»: Wie trifft man den richtigen Ton in der Corona-Krise?


 

David Schärer, Rod Kommunikationsagentur, Adrian Kammer, Bundesamt für Gesundheit, Sektion Gesundheitsinformation und Kampagnen

 

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Website

 

Die Kampagne zur Eindämmung des neuen Coronavirus stellte das Kampagnenteam des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vor grosse Herausforderungen. Wie trifft man mit einer Kampagne den richtigen Ton in einer Zeit, in der das Informationsbedürfnis der Bevölkerung riesig ist? Wie muss eine Kampagne konzipiert sein, die sich laufend an die Dynamik des Ereignisses anpassen muss? Adrian Kammer, Leiter Kampagnen des Bundesamts für Gesundheit BAG und David Schärer, Co-Gründer der Agentur Rod Kommunikation in Zürich, geben Einblick hinter die Kulissen der Entwicklung der Kampagne im Umfeld der grössten Krise seit dem 2. Weltkrieg und erzählen, was sie dabei gelernt haben.

Hate Speech

 

Michael In Albon, Schulen ans Internet, Corporate Responsibility, Swisscom AG

 

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Präsentation

Unter «Hate Speech» wird der gezielte Einsatz von Worten als Waffe verstanden. Mit unsachlichen, falschen und verletzenden Aussagen gehen Hate-Speaker bewusst und gezielt gegen eine bestimmte Gruppe oder einzelne Menschen vor. In der Schweiz werden Jugendliche auf offenen Plattformen wie auf Social Media-Kanälen oder in Kommentarspalten zunehmend Hassreden ausgesetzt, wobei die Berichterstattung auf Personen des öffentlichen Lebens fokussiert.

Wie begegnet man «Hate Speech»? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um «Hate Speech» erfolgreich zu bekämpfen? Davon berichtet Michael In Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom.

Understanding the impact of COVID-19 on Science Reporting & Communication

 

Sebastien Hug, swissnex India

 

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Präsentation

Science reporters and communicators all over the world face an unprecedented situation with the pandemic of COVID-19. Amidst an explosion of mis- and disinformation, high public scrutiny and great time pressure, the pandemic exerts unprecedented influence on the production of scientific knowledge as well as its dissemination among decision-makers and to the general public. In a joint initiative, swissnex India and Boston, in partnership with Science and Cité and the Swiss Academies of Arts and Sciences, aim to explore the impact of this pandemic on science communication and reporting. During ScienceComm, we will set the context and launch the cross-border survey aimed at communication practitioners, with specific focus on Switzerland, India and the USA.
Workshop I

Emotionen als Türöffner für Wissenschaftsthemen

 

Jenny Casetti, Claudia Weik, catta gmbh

 

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Emotionen sind in der Wissenschaftskommunikation nicht immer gern gesehen, denn in der Wissenschaft geht es um Fakten. Aber wer sich bisher nicht für Wissenschaft interessiert hat, den erreiche ich mit einem Aufzählen von Fakten nicht. Ich packe ihn mit Verwunderung, mit Witz, mit Wut, mit Freude. Und wenn sie oder er sich dann für ein Thema interessiert, kann ich (muss ich) danach immer noch die Fakten auftischen.
Wie ihr wissenschaftlichen Inhalt emotionalisiert, probiert ihr in unserem Workshop aus. Ihr schlüpft in die Rolle der Pudel-Oma oder des Lamborghini-oder-Ferrari-Singles. Aus trockenen wissenschaftlichen Headlines formuliert ihr einen kurzen Inhalt für euer Lieblingsmedium : Glückspost oder Auto Motor Sport TV.
Workshop II

Science and Emotions on Stage – Pitching Science in 3 Minutes

 

Silvie Cuperus, Life Science Zurich, University of Zurich & ETH Zurich, Dmitry Kopelyanskiy, Swiss FameLab Winner 2018, Farida Khali, Rédaction Unicom Communication & Média, Université de Fribourg, Denis Billotte, Conférence universitaire de Suisse occidentale (CUSO)

 

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Präsentation

Over the last decade, a number of public presentation events involving young researchers have bloomed in academia. This workshop will give an introduction on FameLab and Ma Thèse en 180 Secondes ­ two annual science communication competitions in Switzerland. The concept for both competitions is simple: on stage, in front of a mixed audience young researchers present a scientific topic with minimal props or just one slide. All this happens in less than three minutes. For candidates, it is a question of getting to the heart of the matter on the objective and interest of their research. But it is also an opportunity to share their passion for research, and to show that scientists are indeed human beings and hard workers. And beyond the entertainment and the promotional aspects, such competitions also have great value for doctoral education. After the introduction the practical part will be divided in two tracks.
Keynote  

The Power of Instinct

 

Fabrice Leclerc, Entrepreneur and a life advocate

 

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Fabrice Leclerc's extraordinary innovativeness has made him an important partner to a number of Fortune 100 companies. How can a person innovate in 2020? What forms the basis of Leclerc's ground-breaking ideas that he has developed for companies such as L’Oréal Prestige, SKY, Google, Nespresso and Apple, and made him an innovation partner to Steve Jobs for many years? Fabrice Leclerc follows a clear method: «If you want to innovate successfully, human instinct has to be the central focus. Because there's no stronger approach than through knowledge and emotions that we have been perfecting around inside for millions of years.» The veterinary surgeon and management scientist has operated on this principle since his time as CEO of Häagen Dazs, Chief Innovation of L’Oréal Prestige international, whether as today innovation partner, angel and mentor at the EPFL and in Silicon Valley, or in his personal life. 

Agora Forum Dialog Session

Breaking the ice between scientists and science communicators

 

Charles Roduit, Swiss National Science Foundation, SNF

 

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Take the opportunity to meet with scientists and brainstorm ideas for new science communication projects! The Agora Forum connects scientists whose research is of societal relevance and who are interested in developing science communication projects with science communicators and outreach experts.

The Agora Forum starts with short presentations of successful Agora projects followed by a dialogue session in which scientists and communicators get in touch. Afterwards, participants can deepen the discussions they had, and start a collaboration to develop outreach projects.

The Agora Forum is organized by the team responsible for the SNSF’s Agora funding scheme, which aims to foster dialogue between scientists and society. It encourages researchers to communicate their current research to an audience of lay people. Agora projects aim at starting a dialogue between researchers and the public in which they interact and listen to each other.

 
Podiumsgespräch
Wissenschaftskommunikation in der Filterblase

 

Moderation: Mike S. Schäfer, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich

 

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Die Wissenschaftskommunikation ist auf dem Vormarsch. Die Schweizer Hochschulen bauten in den letzten Jahren ihre Kommunikationsstellen massiv aus, insbesondere im Bereich Social Media. Sie erhoffen sich davon die zielgenaue Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger sollen besser über die Leistungen der von ihnen finanzierten Forschung informiert werden. Und die Kommunikation dient selbstverständlich der Bewerbung der eigenen Institution im Wettbewerb der Hochschulen. Auch immer mehr Forschende nutzen die sozialen Netzwerke, um sich ohne Umweg über die traditionellen Massenmedien direkt an ihre «Follower» zu wenden. So kann ein direkter Dialog stattfinden.

Erfüllen die neuen digitalen Möglichkeiten die Erwartungen, und wo liegen die Chancen, wo die Risiken? Wer leistet die kritische Einordnung der Forschung, der Wissenschaftsjournalismus allein oder auch die vielfältigen Vermittlungsformate jenseits der Social Media-Kanäle (Schulcamps, Ausstellungen, Festivals)? Und wie spricht man die unterschiedlichen Zielpublika am effektivsten an – indem sie emotionalisiert werden oder sollen vor allem die Kommunikator*innen ihre Emotionen zeigen?

Mit Judith Hochstrasser, Schweizerischer Nationalfonds, Nico Leuenberger, Podcaster, Urs Hafner, Journalist und Edda Humprecht, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich.

Workshop III  
En quête d’enchantement… La science au prisme de l’Effet Père Noël

 

Richard-Emmanuel Eastes, Segallis Sàrl/Haute Ecole Spécialisée de Suisse Occidentale, HES-SO/SADAP

 

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Präsentation

Si les scientifiques ne doutent guère de la capacité d'émerveillement de la science, il n’est pas rare de la voir accusée de tuer l’un de nos besoins fondamentaux: le merveilleux. Entre science et société, la communication scientifique s'efforce de propager des connaissances fiables et des régimes de pensée rationnels. Mais comme des parents contraints de bouter le Père Noël hors des imaginaires de leurs enfants, les messages qu’elle porte l’amènent parfois à surmonter de véritables chocs émotionnels: c’est ce que nous nommons l’Effet Père Noël.

Comment concilier le besoin de merveilleux avec la nécessité de partager une information juste et une pensée critique? La perte du merveilleux causée par la connaissance peut-elle être compensée par l'émerveillement qu'elle procure?

Telle est la discussion que nous vous proposons de conduire dans cet atelier.

Workshop IV  

Wie viel Emotion darf's denn sein? Beispiele der visuellen Vermittlung


Jonas Christen, Noemi Chow, Knowledge Visualization, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

 

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Präsentation

 

Scientainment und Storytelling ist in aller Munde. Um wissenschaftliche Inhalte einem breiten Publikum zu vermitteln braucht es einen emotionalen Zugang – soviel ist unbestritten. Aber wie können wir verhindern, dass gleichzeitig die Glaubwürdigkeit und Seriosität der wissenschaftlichen Inhalte und der Forschung in Frage gestellt werden? Inwiefern stehen Emotionalität und Glaubwürdigkeit im Widerspruch und wie können sie in Einklang gebracht werden? In diesem Workshop erarbeiten Mitarbeitende der Forschungsgruppe Knowledge Visualization der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, gemeinsam mit den Teilnehmenden praxisnahe Konzepte der visuellen Wissensvermittlung im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Forschung und Wissensvermittlung an die Öffentlichkeit.

Dialogue Session II  
Bilanz und Learnings aus der Förderstrategie Scientainment

 

Marco Vencato, Gebert Rüf Stiftung

 

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Emotionen haben in der Wissenschaftskommunikation einen schweren Stand, sie sind mit dem vermeintlichen Makel subjektiver Relativität behaftet. Dabei spielen Gefühle eine zentrale Rolle, sowohl in der Forschung selbst als auch in der Kommunikation. Dort den Hebel anzusetzen und die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten möglichst effektiv zu gestalten, ist das Versprechen von Scientainment.

Als Formel verweist «Scientainment» auf einen niederschwelligen Ansatz des Kommunizierens, bei dem Unterhaltung und Wissensvermittlung klug verbunden werden, mit relevanten Themen, attraktiven Formaten und starken Kanälen. Für die Zielsetzung des gleichnamigen Förderprogramms ist entscheidend, dass Scientainment-Projekte ein schwer erreichbares, nicht wissenschaftsaffines Publikum ansprechen.

Die hier vorgestellten, von der Gebert Rüf Stiftung unterstützten Projekte stellen sich dieser Herausforderung auf unterschiedliche Weise. Die Dialogue Session geht der Frage nach, ob und wie diese Projekte einen modellhaften und zugleich skalierbaren Weg gefunden haben, die Aktivierung von Gefühlen für die Wissenschaftskommunikation fruchtbar zu machen.

Camp Discovery

 

Marion Alig Jacobson, Science et Cité, Juanita Schläpfer, Zurich-Basel Plant Science Center, Universität und ETH Zürich

 

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Camp Discovery will Kinder und Jugendliche ermutigen, neugierig die Welt zu entdecken. In Ferienlagern schlüpfen sie in die Rolle von Forscherinnen und Forschern und begegnen Menschen, die sich beruflich mit Forschung und Wissenschaft beschäftigen.

Camp Discovery richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche, die noch wenig Kontakt mit wissenschaftlichem Forschen gehabt haben. Für Kinder ist es eine Herausforderung, sich in einer Gruppe für wenige Tage einzufügen, wo sie niemanden kennen. Hinzu kommt, dass ihnen das Thema «Wissenschaft» fremd ist. Die Gefahr besteht, dass sie keinen Bezug aufbauen können und das Angebot schlussendlich mit dem Gefühl verlassen «Wissenschaft ist eben doch nichts für mich!»

Wie können wir dieser Herausforderung begegnen? In dieser Session tauschen wir uns darüber aus, wie wir mit Wissenschaftscamps positive Erlebnisse ermöglichen können, die Vertrauen bilden und Spass machen.

Digital Literacy anhand von 33 Schweizer Frühfilmen


David Bucheli, Seminar für Medienwissenschaft, Universität Basel, Andreas Weber

 

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Wie lässt sich historische Film- und Medienbildung partizipativ und ergebnisoffen vermitteln? Im Vermittlungsprojekt «Digital Literacy anhand von 33 Schweizer Frühfilmen» werden Lernende ab der Sekundarstufe selbst zu Forscherinnen und Filmdetektiven: Mit digitalen Analysetools werden die ältesten Filmaufnahmen der Schweiz aus den Jahren 1896-1900 unter die Lupe genommen und zum Ausgangspunkt für eigene audiovisuelle Arbeiten. Einfache Open Source-Filmverarbeitungs-Software und Virtual Reality-Tools erlauben es, die Digitalisate von gut 120-jährige Filmaufnahmen spielerisch zu erkunden, als historische Quellen zu interpretieren oder experimentell zu manipulieren. Nicht zuletzt arbeitet das Projektteam daran, das exklusive Archivmaterial in einem Kino-Dokumentarfilm der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Science Booster


Luc Henry, EPFL, Mirko Bischofberger, EPFL

 

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Comment convaincre le grand public de soutenir financièrement des projets de recherche ou de communication scientifique? C’est le défi que relève le canal Science Booster de la plateforme suisse de financement participatif wemakeit depuis janvier 2017. Pour piquer la curiosité de donatrices et donateurs potentiels, les chercheuses et chercheurs, professionnels ou amateurs, doivent communiquer leur passion et susciter une émotion. La motivation qu’ils partagent au travers d’un texte ou d’une vidéo est un facteur déterminant pour la réussite de leur campagne. Pour aider au lancement puis à la pérennisation du canal Science Booster, Gebert Rüf Stiftung a apporté́ un soutien de CHF 550’000.- au travers de son programme ‹Scientainment›, dont CHF 375’000 distribués sous forme de bonus aux campagnes ayant atteint leur objectif de financement. L’équipe du Science Booster partagera son expérience des trois dernières années au cours desquelles 75 projets ont récolté plus d’un million de francs suisses auprès de 7000 personnes.

leonardo multimedial


Matthias Künzler, Institut für Multimedia Productio, Fachhochschule Graubünden

 

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Präsentation

 

Jugendliche werden mit diesem Projekt von einer Zielgruppe zu Produzenten von Wissenschaftskommunikation. Mit ihren Alltagsgeräten (v.a. Smartphones) produzieren sie Videoreportagen über Forschungsprojekte an schweizerischen Hochschulen und werden dabei von Multimediaproduzenten und Studierenden gecoacht.

Das Projekt richtete sich an nicht-wissenschaftsaffine Jugendliche, die wissenschaftlichen Themen eventuell mit Vorurteilen begegnen. Die Rekrutierung von Jugendlichen und das Zusammenbringen mit Forschergruppen erwies sich als anspruchsvoll. Indem die Workshops in unterschiedlichen «Settings» durchgeführt wurden (Schulen, Sommer-Ferienpass, offene Ausschreibung etc.), konnten Lehren gezogen werden, welche Erfolgsfaktoren für eine langfristige Institutionalisierung des Projekts zu beachten sind und welche Lücken in der Medienkompetenz von «Digital Natives» bestehen.
Failure Session  

 Norine Voisin

 

Präsentation

I spend over 2 years on an "easy" experiment. After multiple optimizations, literature mining and contradictory advices, I finally established a working protocol. Facing nervous breakdown and demotivation, I also became a better scientist, with strengths and weaknesses. I developed my understanding of my field, my critical thinking, my collaboration capacities and learnt to be a good mentor.
Workshop V

Odeur de science

 

Giovanni Pellegri, Alessio Lavio, L’ideatorio – Science et Cité Lugano

 

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Präsentation

Le beau et le laid, le littéral et le métaphorique, le sain et le fou, le comique et le sérieux... même l'amour et la haine, tous sont des thèmes que la science aujourd'hui évite. (G. Bateson). La science est considérée comme une affaire sérieuse. En conséquence la communication scientifique aussi risque souvent d’utiliser un langage trop érudit et aseptisé. Nous avons toujours pensé que pour transmettre des connaissances scientifiques, sans biais subjectifs, il fallait séparer la science de l'humain, la connaissance des sentiments. Aujourd'hui, au contraire, nous savons que l'apprentissage passe par le partage humain des émotions. Voici donc un laboratoire pour sentir la science, une science qui se nourrit aussi de souvenirs et d'émotions, même si elle est basée sur de froides molécules odorantes et des récepteurs olfactifs.

Workshop VI  

Hass im Netz: Wie können junge Menschen damit umgehen?

 

Yvonne Haldimann, Nationale Plattform Jugend und Medien Bereich Kinder- und Jugendfragen, Nina Hobi, Bundesamt für Sozialversicherungen

 

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Präsentation

Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung – Diskriminierungen und Anfeindungen richten sich aufgrund verschiedener Aspekte gegen einzelne Personen oder ganze Gruppen. Das Internet und insbesondere die sozialen Medien bieten dafür eine besonders geeignete Plattform, da das Fehlen eines Gegenübers die Enthemmung fördert. Hasserfüllte Inhalte erhalten zudem mehr Aufmerksamkeit und werden daher auch mehr verbreitet.

Junge Menschen müssen lernen, wo die Grenze zu diffamierendem und diskriminierendem Verhalten überschritten wird und wie sie bei Beleidigungen, Anfeindungen, Hass und Shitstorms reagieren können.

Jugend und Medien als nationale Plattform für die Förderung von Medienkompetenzen richtet sich an Eltern und Fachpersonen, die Kinder und Jugendliche bei der Mediennutzung begleiten. Im Fokus des Workshops stehen daher Möglichkeiten, wie Erwachsene junge Menschen dazu ermutigen können, sich online respektvoll zu verhalten und Betroffene von Hassrede zu unterstützen.