ScienceComm'13

Session 1 - Begrüssung und Keynotes Vorträge: Herausforderungen und Grenzen der Wissenschaftskommunikation

Vortrag: Herausforderungen und Veränderungen der Wissenschaftsvermittlung

 

Bernadette Bensaude-Vincent, Université Paris 1 – Panthéon-Sorbonne (France)

 

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Indem die Entwicklung der wissenschaftlichen Kommunikation seit dem Auftreten der Massenkommunikation im 19. Jahrhundert bis zu den jüngsten Entwicklungen in groben Zügen aufgezeigt wird, sollten die den Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit zugeordneten Rollen herausgearbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt bei der Solidarität zwischen dem Image der Wissenschaft, der Haltung der Experten und derjenigen der Bürger.

Vortrag: Die Wissenschafts-vermittlung: Grenzen ausloten

 

Richard-Emmanuel Eastes, Espace des Sciences Pierre-Gilles de Gennes (France)

 

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Man kann die Rolle des Wissenschaftsvermittlers auf jene eines «Populärwissenschaftlers» reduzieren: Er gibt Wissen weiter und fördert Leidenschaften, er bringt sein Publikum dazu, die Welt objektiv und rational zu verstehen. Trotzdem kann es vorkommen, dass er zwischen den Bürgern, die mit der Erinnerung an ihre mühsam erworbenen Schulkenntnisse konfrontiert sind, und der kalten Realität einer strahlenden und zu glanzvollen Wissenschaft, welche die vom technologischen Fortschritt geschundenen individuellen Werte manchmal negiert, eine Distanz schafft. Der Wissenschaftsvermittler kann aber noch eine andere Funktion übernehmen: Als Katalysator des Dialogs und Offenbarer von Anschauungen vervollständigt sich seine Vermittlerrolle durch die Fähigkeit, das Verständnis nicht nur für die natürlichen Eigenschaften der Welt zu fördern, sondern auch für den Umbruch, den ihr die Technowissenschaft des 21. Jahrhunderts aufdrängt. Das Verständnis nicht nur für den Gang der Wissenschaft, sondern auch für die Rolle der Wissenschaft als Kulturobjekt. Anhand verschiedener Beispiele, vom Wissenschaftsclown über Gesprächsspiele und die Biophilia-Workshops von Björk, hinterfragen wir die Legitimität der gewohnten Grenzen der Wissenschaftsvermittlung und versuchen, vielleicht, diese zu überschreiten.

Vortrag: Information, Dialog, Beteiligung? Der Bürger und die Wissenschaft

 

Markus Weisskopf, Wissenschaft im Dialog GmbH (Deutschland)

 

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Seit den kritischen Äusserungen von Dr.Meyer-Guckel (Stifterverband für die deutsche Wissenschaft) über die Marketingorientierung der Wissenschaftskommunikation der letzten zehn Jahr ist in Deutschland eine heftige Diskussion über die Zielsetzungen im Gange. Ist sämtliche seitens der Wissenschaft initiierte Kommunikation zwangsweise ein Marketinginstrument? Mit dem Ziel, am Ende möglichst viel Geld in die eigene Organisation zu lenken? Oder verfolgen wir unseren demokratischen Auftrag und wollen Bürgerinnen und Bürger neutral informieren und mit ihnen einen offenen, ehrlichen ja «echten» Dialog führen? Und wenn Letzteres der Fall wäre, wie sieht dieser «echte» Dialog dann aus? In meinem Vortrag werde ich nach einer kurzen Einführung in die Diskussion einige Rahmenbedingungen eines offenen, ehrlichen und transparenten Dialogs vorstellen. Weiter zeige ich an einigen konkreten Beispielen, welche Formate diesen Dialog unterstützen können und in welchen Situationen diese einsetzbar sind.

Session 2 - Wie kann die bi-direktionale Kommunikation von Social Media optimal genutzt werden?

Vortrag: Social Media – Fluch oder Segen?

 

Samuel Fischer, Zentrum für Schulgeschichte Forschungsbibliothek Pestalozzianum

 

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Social Media und Social Media Marketing sind heute in aller Munde und kaum ein Unternehmen möchte (und kann) auf die vielen Vorteile der Kommunikation auf Social Media Kanälen verzichten. Dies gilt natürlich auch für wissenschaftliche Institutionen. So sind auch immer mehr Hochschulen und andere wissenschaftliche Institutionen auf den Social Media Kanälen anzutreffen.

Obwohl die Wissenschaftskommunikation über Social Media enorme Vorteile hat und deren Nutzung heute kaum noch kategorisch ausgeschlossen werden kann, müssen sich die Institutionen, bevor sie Social Media Angebote nutzen, auch ganz klar mit den Nachteilen und Risiken einer Nutzung dieser Angebote auseinandersetzten, was leider oftmals untergeht. In diesem Vortrag sollen neben den Vorteilen von Social Media insbesondere auch die Risiken ein Thema sein. Zudem soll anhand konkreter Lösungen aufgezeigt werden, wie mit diesen Risiken umgegangen werden kann.

Vortrag: Google Plus as a Medium for Science Communication

 

Cristina Rigutto, University of Padova (Italy)

 

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Social media are time consuming, and communicators tend to use the web tools to replicate content simultaneously in all social networks, regardless of the public. But social networks are not meant to publish ubiquitous content, as each network is built upon a different communication model, and it is focusing on different needs and profiles. To efficiently use the social media, one has to decide on a project by project basis, which is the best tool to join the science conversations among diverse and wider audience, to start a community to discuss research with peers, to capture new audiences, or to educate new generations. Google plus is a web platform offering a selection of integrated applications functional both to dialogue, and to information curation and sharing. My intent is to offer some insightful help for science communicators to define how to best incorporate Google Plus tool into science communication endeavors, to increase efficiency and to avoid wasting their time.

Vortrag: «Faster horses» oder ein Automobil (Henry Ford)? Das Potenzial von Web 2.0 nutzen, bedeutet Schule, Aus- und Weiterbildung neu denken – nicht Bisheriges perfektionieren

 

 

Hanna Muralt Müller, Schweizerische Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote

 

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Der rasche technische und gesellschaftliche Wandel verändert die Anforderungen an unser Wissen und Können. Gleichzeitig entstanden neue Formen der Wissenschaftskommunikation ausserhalb der heutigen formalisierten Aus- und Weiterbildung. Was passiert mit der Schule und dem traditionellen Klassenzimmer, wenn Lernen im Netz und über das Netz jederzeit und überall möglich ist, und es immer schwieriger wird, Ausbildungsgänge rechtzeitig auf neue Anforderungen auszurichten? Wenn Berufsleute rund 80 Prozent des täglich benötigten Wissens informell, meist am Arbeitsplatz, erwerben? Wenn rund die Hälfte jener, die eine Ausbildung abschliessen, später in einem veränderten Berufsfeld arbeiten? Müssen wir dann nicht die Schule neu denken?

Session 3 - Weil Redaktionen immer mehr abbauen, wird der Einfluss der Medienstellen und der aktiv kommunizierenden Forscher immer grösser. Kann Wissenschaftsjournalismus noch genügend kritisch und analysierend sein?

Vortrag: Ein Watchdog für die Wissenschaft

 

Pascal Biber, Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus

 

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Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten sind nicht das Sprachrohr der Wissenschaft. Das machen bereits spezialisierte Kommunikationsstellen mit grosser Professionalität, und das ist gut so. Doch die Aufgabe der Wissenschaftsjournalisten ist es nicht, mehr von Gleichen zu produzieren. Ihre Aufgabe ist es, sowohl den Forscherinnen und Forschern wie den professionellen Kommunikatoren auf die Finger zu schauen. Die Frage ist nicht, ob sie das noch tun können: Sie müssen. Sonst verlieren sie ihre Legitimierung, ihre Glaubwürdigkeit und ihre Achtung. Darin unterscheidet sich der Wissenschaftsjournalismus in nichts vom Polit- oder Wirtschaftsjournalismus. Schwindende Ressourcen sind hier wie da ein Problem. Doch der Wissenschaftsjournalismus wird das nur dann aufhalten können, wenn er seine Rolle als Watchdog der Wissenschaft verstärkt wahrnimmt. Sonst macht er sich selber überflüssig.

Vortrag: Wissenschaftsjournalismus: Gesellschaftliche Anforderung versus journalistische Wirklichkeit


Michael Schanne und Angelica Hüsser, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

 

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  - Was WissenschaftsjournalistInnen nicht wollen: ein nachschulisches Bildungsprogramm realisieren
- Was WissenschaftsjournalistInnen wollen: Sachlich über Wissenschaften und Technologien informieren/in attraktiver Weise berichten/die Akzeptabilität von Wissenschaften und Technologien fördern
- Was Wissenschaftsjournalismus leistet: Hinweise auf Veranstaltungen geben/von Publikationen und Kongressen berichten/die wissenschaftlichen Höchstleistungen im Lokalen und Nationalen zu würdigen / «ewige Wahrheiten» als Ergebnisse des wissenschaftlichen Forschens beschreiben
- Was Wissenschaftsjournalismus nicht leistet: Zwischenwissenschaftlicher Erkenntnis und der sozialen Bedingtheit der Erkenntnis («Labor», «Institut», «Hochschule») zu differenzieren / die nutzenorientierte (interessengetriebene) Bedingtheit wissenschaftlicher Erkenntnis zu qualifizieren / die Art und Weise der wissenschaftlichen Erkenntnisvorgänge nachvollziehbar zu beschreiben
- Insgesamt: ein eng begrenztes Programm journalistisch routinierter Beschreibung von Realitätsausschnitten/nicht ermöglichend/nicht aktivierend

Vortrag: Ein Hofnarr für die Wissenschaft


Roland Fischer, sciencetc.

 

 

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Wissenschaft ist viel mehr als eine nüchterne Faktenfabrik, sie erzählt sehr suggestive Geschichten. Doch fehlt ein Medium, das Wissenschaft jenseits der blossen Faktenvermittlung reflektiert und aus einem ungewohnten Blickwinkel betrachtet: dem der Satire. Ein gut in Social Media eingebundener Wissenschaftsblog ist der perfekte Ort dafür. Er bietet Platz für leichthin Parodistisches, bissigen Spott, hintergründige Reflexionen und spitzzüngige Kommentare. Vor allem aber soll er zum Diskutieren anregen. Er wirft täglich ein Schlaglicht auf den Wissenschaftsbetrieb, feuilletonistisch, analytisch, als Glosse, als Medienschau – Zugang und Form sind offen. Bedingung ist einzig, dass Wissenschaft und ihre gesellschaftliche Bedeutung ins Visier genommen werden, auf kluge und scharf formulierte Weise.

Session 4 - Wissenschaft hautnah erleben

Workshop: Wirkungsorientierte Interaktionskommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

 

Matthias Erzinger und Tania Kyburz, Akademie der Naturwissenschaften Schweiz

 

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«Nur wenn ich eine Sprache spreche, die verstanden wird, ist echter Dialog möglich» – Dieser Leitsatz wird in der Wissenschaftskommunikation und speziell in der Interaktionskommunikation häufig nicht umgesetzt. Wissenschaftskommunikation ist weitgehend Kommunikation aus Sicht der Wissenschaft. Und Vermittler erreichen oft nur ein eingeschränktes Publikum.
Im Workshop wird die Frage gestellt, wie wissenschaftliche Inhalte sowohl sprachlich wie auch in ihrer formalen Sprache zielgruppen- und wirkungsorientiert entwickelt werden können. Anhand der Jubiläumskampagne der SCNAT werden Fallbeispiele vorgestellt und diskutiert
1.Das Konzept «forschung live!» Einführungsreferat: Matthias Erzinger, Projektleiter Jubiläumskampagne der SCNAT 
2.Fragen/Diskussion
3.Praxisbeispiel D-Schweiz: Tania Kyburz, stv. Projektleiterin Jubiläumskampagne SCNAT 
4.Praxisbeispiel Romandie: Isaline Mercerat, Mitglied Projektteam Jubiläumskampagne SCNAT (in franz. Sprache) 
5.Beispiele der Teilnehmenden: Interessierte Teilnehmende sind eingeladen, ihre Beispiele bis Ende August an das Projektteam zu senden: Diese werden dann im Vorfeld der Konferenz gemeinsam evaluiert und an der ScienceComm vorgestellt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Stichwort ScienceComm 
6.Diskussion 
7.Was bietet die Jubiläumskampagne der SCNAT für Akteure der naturwissenschaftlichen Vermittlung für Möglichkeiten Tania Kyburz 

Session 5 - Welches waren die grössten Herausforderungen in meinem Projekt und wie habe ich diese gemeistert? (Teil 1)

Projektpräsentation: Die Stiftung Gen Suisse präsentiert ihre Road Show «Wie viel Science steckt in Science Fiction?»


Daniela Suter, Stiftung Gen Suisse

 

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  Die Stiftung Gen Suisse ist seit einem Jahr mit ihrer Road Show «Wie viel Science steckt in Science Fiction?» unterwegs. Die Road Show ist eine Präsentation welche anhand bekannter Hollywood-Filme erklärt, was Molekular- und Gentechnologie heute zu leisten vermag und was wohl auch in entfernter Zukunft Fiktion bleiben wird. Seriöse Wissenschaftsthemen werden den Zuhörerinnen und Zuhörern auf unterhaltsame Weise nähergebracht. Über 500 Schülerinnen und Schüler folgten bereits gespannt den Vorträgen und engagierten sich aktiv in der anschliessenden Diskussion ethischer Aspekte der wissenschaftlichen Forschung. In dieser Projektpräsentation erfahren Sie mehr über die Umsetzung dieses Projekts und die Herausforderungen, welche mit diesem Angebot verbunden waren.

Projektpräsentation: Wissenschaftliche Filme: Träume und Realitäten

 

 

Jacqueline Ries, Université de Lorraine et CNRS – Festival film de chercheur

 

 

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  Für das Forscherfilm-Festival ist die Frage nach dem Filminhalt (Ergebnis oder Vorgang) zentral. Wir stellen seit mehreren Jahren fest, dass viele im Fernsehen ausgestrahlte Filme ein klar definiertes Bild der Wissenschaft vermitteln. Die Drehbücher werden mit dem einzigen Ziel geschrieben und verfilmt, die Zuschauer auf dem Kanal zu halten, sind aber vereinfachend und liefern nur ungefähre, wenn nicht sogar falsche Informationen. Angesichts dieser Feststellung, die sich bei der Überprüfung verschiedenen Sendungen erhärtete, wollen wir die systematische Begleitung unserer Sendungen durch Forscher fördern, die Besonderheit unseres Festivals hervorheben und Filme, deren Autoren Forscher sind, fördern und unterstützen sowie da, wo der Vorgang im Vordergrund steht, Filme mittels eines Wettbewerbs für junge Forschende einführen. Mit meiner Präsentation möchte ich diese Problematik anhand konkreter Beispiele aufzeigen.

Projektpräsentation: Filmpodien


Erich Schwarz, Universität Zürich

 

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  Podiumsdiskussionen (kurz: Podien) bieten sich an, um gesellschaftliche und politische Themen in einer Event-Öffentlichkeit aufzubringen und zu verhandeln. Wissenschaftliche Standpunkte können eingebracht werden. Als Spezialform von Podien hat die Filmvorstellung mit anschliessendem Podium («Filmpodium») den Vorteil, dass Podiumsteilnehmende und Zuschauende aufs Thema eingestimmt werden. Ein erster Input mit Thesen ist somit gegeben. Zudem wird die natürliche Distanz von Experten und dem meist wenig wissenden Publikum teilweise aufgehoben. Anhand von drei Austragungen mit Filmpodien teilt der Vortragende seine Erfahrungen mit dem Publikum.

Projektpräsentation: Gräserland, das grüne Gold an der ZHAW

 

 

Petra Bättig-Frey, Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften

 

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  Das neue Gräserland auf dem Campus Grüental der ZHAW ist gärtnerisch attraktiv und dient der Wissensvermittlung. Im ersten «Narrative Environment» der ZHAW haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich auf spielerische und überraschende Weise mit der grundlegenden Bedeutung der Gräser für unsere Geschichte und unsere Zukunft auseinanderzusetzen. Ausgehend von der kulturhistorischen Bedeutung der Gräser wird gezeigt, wie sich die Landwirtschaft verändert hat und wie diese zunehmend vor komplexere Entscheidungen gestellt wird.
Da sich das Gräserland nicht nur an ein externes Publikum richtet, sondern auch intern zur Visualisierung des Unterrichts im Studiengang Umweltingenieurwesen genutzt wird, mussten sehr vielfältige Bedürfnisse berücksichtigt werden. Die verschiedenen Forschungsgruppen rechtzeitig einzubeziehen und verschiedene Standpunkte adäquat und auch für ein breites Publikum verständlich darzustellen, waren die grössten Herausforderungen dieses Projektes.
Session 6 - Gekaufte Wissenschaft? Wissenschaftsjournalimus im Kreuzfeuer

Workshop: Gekaufte Wissenschaft? Wissenschaftsjournalimus im Kreuzfeuer der Interessen am Beispiel von «Wissen in der Pendlerzeitung 20 Minuten»


Pascale Vonmont, Gebert Rüf Stiftung
Beat Glogger, scitec-media
Vinzenz Wyss, Carmen Koch, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

 

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Ziel:
Mit einem immer wieder kontrovers diskutierten Fallbeispiel sollen mehrere der an der ScienceComm'13 vorgesehenen Themenbereiche beleuchtet werden. Dafür schlagen wir ein eigenes Format vor, das auf grösstmögliche Interaktion mit den Teilnehmenden ausgerichtet ist.

Ablauf:
A. Impulsreferate
1. Motivation und Rolle des Auftraggebers; Pascale Vonmont, Gebert Rüf Stiftung 
2. Wissenschaftsjournalistische Umsetzung, Qualitätssicherung, Abgrenzung zu PR; Beat Glogger, scitec-media 
3. Auswertung und Wirkungsmessung; Resultate der Begleitforschung; Vinzenz Wyss / Carmen Koch, IAM, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften 
B. Moderierte Publikumsdiskussion mit den Referenten 

Session 7 - Scientainment im Museum: Unterhaltung, Faszination, Nutzen, Verführung?

Vortrag: Didaktisch oder spielerisch? Die Erfahrungen des Espace des Inventions


Emmanuelle Giacometti, Espace des Inventions

 

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  In den zwölf Jahren seines Bestehens hat der Espace des Inventions acht Ausstellungen zu wissenschaftlichen oder technischen Themen präsentiert. Die in erster Linie für ein junges Publikum gezeigten Ausstellungen wollen mit interaktiven Mitteln in einer starken Szenografie Interesse und Neugierde für diese Disziplinen schaffen. Die didaktischen Konzepte, die Zugang zu einem genauen wissenschaftlichen Inhalt bieten, sind nicht immer attraktiv. Die beliebten spielerischen Konzepte verlieren auf der anderen Seite manchmal zugunsten des reinen Spiels ihren Sinn. Wie findet man das richtige Gleichgewicht zwischen einem attraktiven Konzept und seinem pädagogischen Interesse? Welches Potenzial hat diese Art der Vermittlung und wo sind ihre Grenzen? Es werden konkrete Beispiele der Ausstellungen im Espace des Inventions kommentiert und Überlegungen zum publikumswirksamen und pädagogischen Erfolg dieser Konzepte vorgeschlagen.

Vortrag: Verstehen oder Begreifen?


Peter Kuntner, Stephan Lichtensteiger, fischteich

 

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  Szenographie und Inszenierung als Vermittlungsstrategien in der wissenschaftlichen Kommunikation. Wanderausstellungen, Roadshows, Sonder- und Dauerausstellungen sind auch in der wissenschaftlichen Welt beliebte Vermittlungsformate. Wir möchten anhand von Beispielen aus unserer Praxis als Ausstellungskonzepter und Szenographen auf einige Aspekte eingehen, die nach unserer Meinung über die erfogreiche Wirkung von Ausstellungen im wissenschaftlichen Bereich entscheiden:
- Direkter, emotionaler und sinnlicher Zugang statt rein kognitive Wissensvermittlung
- Ein Schritt näher – eintauchen im inszenierten Raum statt aussen vor bleiben
- Es war einmal ... die Wichtigkeit der Dramaturgie und Dynamik der eingesetzten Mittel
- Kompliziertes Wissen verdichten und reduzieren ohne zu verfälschen Informationen für unterschiedliche Bedürfnisse unterschiedlich aufarbeiten und anbieten.

Vortrag: Die Kunst der Verführung


Dora Strahm, Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern

 

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  Unsere Ausstellungen bieten intelligente Unterhaltung und bilden subversiv – das Publikum lernt viel über naturwissenschaftliche Zusammen- hänge, ohne dass wir es belehren.
Dies heisst auch Mut zur Lücke: In Ausstellungen, die auch bei sogenannt «bildungsfernem» Publikum Freude und Neugierde wecken sollen wird kein Pflichtstoff durchgekaut. Erstaunen, belustigen, verblüffen soll eine Ausstellung. Denn nur Informationen, die die Menschen auch emotional berühren, bleiben haften.
Deshalb verführen faszinierende Raumstimmungen, besondere Objekte, aussergewöhnliche Inszenierungen und leicht verständliche Informationen die Besucherin, den Besucher, sich auf das Abenteuer Naturwissenschaft einzulassen. Der Besuch einer Ausstellung macht sie nicht zu Expertinnen – doch vielleicht zu Menschen, die die Natur mit anderen Augen betrachten.
Session 8 - Prix Média 2013

Begrüssung


Thierry Courvoisier, Akademien der Wissenschaften Schweiz

 

 

  Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sehen es als ihre Aufgabe an, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Sie unterstützen dabei die JournalistInnen und die Forschenden, welche komplexe Themen für ein breites Publikum aufbereiten. Mit dem «Prix Média akademien-schweiz» würdigen die Akademien diese Vermittlungsarbeit. Der Preis wird jährlich vergeben in den Bereichen
- Geistes- und Sozialwissenschaften
- Naturwissenschaften
- Medizin
- Technische Wissenschaften
und beträgt je CHF 10000.–.

Session 9 - Science Biergarten

Martin Grünig, Amt für Kultur und Archäologischer Dienst in Bern

 

 

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Séverine Trouilloud, Sara Tochetti, laboratoire public «L'Eprouvette»

 

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Janine Herrmann, Interpharma

 

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Sandrine Hajdukiewicz, espace des inventions

 

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Erlebnisarchäologie – Pädagogische Koffer

 

 

 

 

Do-it-yourself-Biologen

 

 

 

 

3D Film «Just a Virus?!» und Chemiespiel «Chemix»

 

 

 

Ewiger Kalender

Session 10 -  Langzeiterfahrungen und Wirkungsmessung in der Schweizer Wissenschafts- und Gesundheitskommunikation

Vortrag: Neue Blicke auf die Wissenschaftskommunikation


Fabienne Crettaz von Roten, Université de Lausanne

 

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  Schon lange wurde versucht, anhand von Studien das Porträt des Publikums der Wissenschaftskommunikation zu bestimmen, davon ausgehend Erklärungsmodelle für dieses Porträt zu erstellen, um die Folgen auf das Publikum zu messen, und schliesslich die Zusammenhänge zu analysieren, in denen das Wissen übermittelt wird. Da das Wissen bei seiner Verbreitung an die verschiedenen Empfänger Gegenstand einer Vermittlung ist, wurden auch deren verschiedene Formen untersucht. Die Wissenschaftskommunikation passt sich Veränderungen an und/oder profitiert davon. Dazu gehören der Betrieb und die Rolle der Hochschulen und demzufolge auch der Wissenschaftler, das Auftreten der Cyberkultur usw. Gestützt auf die jüngsten Forschungen über die Wissenschaftler und die Bevölkerung werden wir verschiedene Resultate präsentieren, die neue Blicke auf die Wissenschaftskommunikation werfen.

Vortrag: Kampagnen auf nationaler Ebene – Erfahrungen aus 19 Jahren Bundesamt für Gesundheit


Thomas Zeltner, Stiftung Science et Cité

 

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  Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) initiiert immer wieder vielfältige nationale Kampagnen zu diversen Themen. Thomas Zeltner wird anhand von Fallbeispielen (Was hat funktioniert? Was weniger?) von seinen Erfahrungen als langjähriger Direktor des BAG berichten und als Präsident der Stiftung Science et Cité einen Bogen zur Wissenschaftskommunikation schlagen.

Session 11 -  Scientainment: Wie kann Wissenschaft unterhaltsam vermittelt werden?

Workshop: Scientainment: Wie kann Wissenschaft unterhaltsam vermittelt werden?


Gian-Andri Casutt, andaweb.ch 

 

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  Der neue Trend in der Wissenschaftskommunikation ist Scientainment. Mit Shows, Theater, Games und Quizformaten, die an Fernsehshows erinnern, soll ein neues Publikum erreicht werden. Im Workshop werden einige dieser Formate vorgestellt und weitere Ideen in einem gemeinsamen Brainstorming entwickelt. Damit ergibt sich ein Überblick über bestehende und kommende Scientainment-Formate. Die Teilnehmenden diskutieren die neuen Trends und Formate und versuchen, etwas in die Zukunft zu schauen.
Als Fazit präsentieren die Teilnehmenden ihre Ideen der zukünftigen Scientainment Formate und bewerten die bestehenden Ideen.

Session 12  - Wissenschaftskommunikation: Im Dienste der Wissenschaft oder im Dienste der Öffentlichkeit?

Vortrag: Wissenschaftskommunikation aus der Sicht von Forschenden


Iris Hermann-Giovanelli, freischaffend 

 

 

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  Natur- und Sozialwissenschaftler an Schweizer Hochschulen sind sich einig: Wissenschaftskommunikation stellt heute eine wichtige Aufgabe für das Wissenschaftssystem dar. Die Wissenschaftskommunikation dient dabei dem «Payback» an die Öffentlichkeit: Das unter anderem dank öffentlichen Geldern produzierte Wissen soll – zumindest zu einem gewissen Teil – in die Gesellschaft zurückfliessen. Wissenschaftskommunikation steht damit im Dienste der Öffentlichkeit. So weit so gut. Doch welche Herausforderungen und Grenzen der Wissenschaftskommunikation ergeben sich daraus für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst? Ausgehend von diesen und weiteren Resultaten aus Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Schweizer Hochschulen aus dem Forschungsbereich der grünen Gentechnologie und der Demokratieforschung wird die Referentin Iris Herrmann-Giovanelli der Frage im Rahmen ihres Vortrages weiter nachgehen.

Vortrag: Dr.Sautter and Mr.Greenpeace
Der seltsame Fall des Gentech-Weizen Feldversuchs


Florian Fisch, freischaffender Wissenschaftsjournalist

 

 

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  «Die Risiken der Gentechnik sind unabsehbar», sagen die Gentech-Gegner. «Die Forschung ist durch das Moratorium nicht betroffen», sagen die Politiker. In diesem Umfeld versuchte der ETH-Wissenschaftler Christof Sautter 2004 seinen gentechnisch veränderten Weizen in einem Feldversuch zu testen. Fünf Jahre Kampf für die Bewilligung, vier Monate Belagerung durch die Gegner und eine dauernde Medienpräsenz hinterliessen Narben.
Sautter berichtete am ScienceComm'11 über seine persönlichen Erfahrungen. Aber wie kam es überhaupt dazu? Haben die Biotechnologen etwas falsch gemacht? Warum ist das Vertrauen in die Gentechnik durch den Versuch nicht gestiegen? Diese Fragen analysiere ich gegenwärtig in meinem Buch. Zuerst als Plädoyer für die Forschungsfreiheit gedacht, zeigt es schön, in welche Fettnäpfchen Wissenschaftler tappen, wenn sie kommunizieren müssen. Mein Vortrag diskutiert mögliche Auswege.

Session 13 - Welches waren die grössten Herausforderungen in meinem Projekt und wie habe ich diese gemeistert? (Teil 2)

Projektpräsentation: Forscher im Gras


Nicolas Beck, Université de Lorraine

 

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  Leitfaden der von der Universität Lothringen durchgeführten Aktionen ist die Schaffung eines Dialogs zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit. Was gibt es für einen konstruktiven und angenehmen Dialog Besseres als eine Begegnung vor Ort in kleinen Gruppen? Das Team für wissenschaftliche und technische Kultur (CST) der Universität bietet seit vier Jahren eine Reihe von thematischen Treffen, deren privilegierte Momente einen fruchtbaren Austausch zwischen Forschenden und Teilnehmenden ermöglichen. Die Architektur der Stadt entdecken, Insekten erforschen, sich von einem Geologen die Entstehung der Landschaften erklären lassen, auf einer Velotour Informationen über die Geschichte der Wasserbauten erhalten ... Dies sind nur ein paar Beispiele der an den Ausflügen «Forscher im Gras» behandelten Themen. Die ausserhalb von Hörsälen oder Schulräumen stattfindenden Gespräche bilden qualitativ gesehen eine der effizientesten Aktivitäten des CST-Teams und rufen bei Forschenden und Teilnehmenden gleichermassen Begeisterung hervor.

Projektpräsentation: Wie erklärt man der breiten Öffentlichkeit die mathematische Forschung?


Hugo Parlier, Université de Fribourg

 

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  Die Mathematik spielt in unserer Welt wegen ihrer Beziehung zu den Wissenschaften und dem damit verbundenen Vorgang des rationalen Denkens eine grosse Rolle. Während sich die moderne Mathematik in atemberaubendem Tempo weiterentwickelt, tappt die breite Öffentlichkeit im Allgemeinen im Dunkeln und ist von der Fachwelt durch einen enormen Graben getrennt. Will man diesen Graben füllen, sieht man sich mit verschiedenen Problemen konfrontiert: Mathematik ist eine abstrakte Materie, eine konstruktive Wissenschaft, die schlechten Erfahrungen in der Schule haben zu Blockaden geführt und ein Versagen in Mathematik wird von der Gesellschaft nicht akzeptiert.
Wir präsentieren unser AGORA-Projekt (des Schweizerischen Nationalfonds) «Bridging the gap: an invitation to the hidden side of mathematics», mit dem gewisse Aspekte der mathematischen Forschung der breiten Öffentlichkeit über neue interaktive Technologien, z.B. iPad von Apple, zugänglich gemacht werden sollen.

Projektpräsentation: informatik@schule
Der «Informatik-Biber» als Ansatz zur unterhaltsamen und zugänglichen Auseinandersetzung mit Informatik in der Schule


Andreas Hieber, LerNetz AG
Martin Guggisberg, PH FHNW

 

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  Der Informatik-Biber ist ein international erfolgreicher Wettbewerb, der zum Ziel hat Kinder und Jugendliche für Informatik zu begeistern. Der Wettbewerb besteht aus Aufgaben, die die Vielseitigkeit und Alltagsrelevanz der Informatik aufzeigen.
Hat der Wettbewerb Potential für eine weiterführende Auseinandersetzung mit informatischen Fragen im schulischen Unterricht?
Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Neue Medien entwickelt ein modernes und vielseitig einsetzbares Lehrmittel für die Sek I, das ausgehend vom Wettbewerb zentrale Konzepte der Informatik zielgruppengerecht aufgreift.
Im Rahmen der Projektpräsentation beleuchten wir die Herausforderungen des Projekts, erläutern den didaktische Ansatz des Lehrmittels und gehen der Frage nach, wie hier Informatik den Weg in den Schulunterricht findet.

Projektpräsentation: Sonnenphysik – Wissenschaftsvermittlung für ein hoch spezialisiertes Forschungsgebiet


Hanna Sathiapal, Hochschule für Technik FHNW

 

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  Zwischen dem Spezialgebiet einer Wissenschaftlerin und dem Allgemeinwissen in der breiten Öffentlichkeit klafft eine Lücke. Wie kann man diese überbrücken, um gemeinsam über Forschung sprechen zu können?
Im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit für zwei EU-Projekte in Sonnenphysik stehen Gespräche zwischen Besuchenden und Forschenden an öffentlichen Anlässen. Als Brücke zwischen Forschung und Öffentlichkeit wird ein hands-on Exponat eingesetzt – ein Tischmodell der aktuellen Sonnenforschung, das den thematischen Kontext für die Gespräche vermittelt. Es ermöglicht Kindern bis Senioren, aktiv und im eigenen Tempo ins Thema einzutauchen. So sollen individuelle Ausgangslagen für besucherzentrierte Gespräche geschaffen werden.
In der Projektpräsentation werden das Vermittlungskonzept, das dahinterstehende Lernmodell, die Erfahrungen im Einsatz an öffentlichen Anlässen und die mögliche Weiterentwicklung des Projektes angesprochen und zur Diskussion gestellt.

Projektpräsentation: «Tüü taa too»
Das Ohr auf Reisen – unser klingendes Kulturgut
Eine Ausstellung der Schweizer Nationalphonothek


Peter Kuntner, Stephan Lichtensteiger, fischteich

 

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  Für die Schweizer Nationalphonothek konzipierten und realisierten wir zum-25-Jahr Jubiläum eine Wanderausstellung, die zur Zeit durch alle Landesteile der Schweiz unterwegs ist. Wir berichten von der konzeptionellen Herangehensweise und greifen die grössten Herausforderungen auf.
Herangehensweise:
Gemeinsame Entwicklung mit den Auftraggebern, Fokussieren auf die wichtigsten Inhalte mit dem Ziel der spielerischen Vermittlung an ein breites Publikum.
Grösste Herausforderungen:
Imposant und transportierbar, robust und gleichzeitig flexibel – die Wanderausstellung, das eierlegende Wollmilchschwein unter den Szenographie-Formaten!
Audioinhalte haben zwei schwierige Faktoren für eine Ausstellung: Es gibt nichts zu sehen, und das Medium ist zeitbasiert, d.h. es gibt keine Abkürzung.

Session 14 - Wie messen Sie die Auswirkungen von Wissenschaftskommunikation bzw. ihrer Aktivitäten?

Workshop: Wie lassen sich extracurriculäre Lernaktivitäten evaluieren?


Melanie Paschke, Juanita Schläpfer, Zurich-Basel Plant Science Center

 

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  In diesem Workshop geht es uns darum, verschiedene Evaluierungsmodelle und -formate auszuloten, mit den Teilnehmenden zu diskutieren und zu erweitern. Anhand kurzer Inputreferate werden verschiedene Evaluierungsansätze und -formate vorgestellt, die in der Wissenschaftskommunikation zum Einsatz kommen können:
- Können Lehr-/Lernziele auch für extracurriculäre Lernumfelder definiert und überprüft werden?
- Lassen sich extracurriculäre Lernaktivitäten einer Wirksamkeitsmessung, die die Faktoren Input, Output, Outcome und Output, sowie Impact in einen kausalen Zusammenhang stellt, evaluieren?
Im Austausch mit den Teilnehmenden des Workshops sollen eine Reflexion anderer Ansätze und Erfahrungen erfolgen, sowie einige der Formate ausprobiert werden.
Der partizipative Dialog ist uns wichtig, um zu «best-practice» Beispielen zu kommen.
Hintergrund dieses Workshops sind die durch den SNF im Rahmen von Agora 2012–2014 geförderten «Expeditionen zu den Pflanzenwissenschaften», die mit einem logic framework evaluiert werden.

Session 15 - Welche Popularisierungs- bzw.Vermittlungsstrategien sehen Sie?

Workshop: Zuhinterst neben dem Radiator: Kinder-Workshops ... für Erwachsene


Gilles Hernot, Musée d'histoire des sciences à Genève
Romain Roduit, Espace des Inventions

 

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  Nichts geht über die praktische Erfahrung! Haben Sie vom Konzept «Kinder-Workshops für Erwachsene» gehört und möchten Sie es ausprobieren? Dieser Workshop ist für Sie. Nach einer kurzen theoretischen Einführung stürzen wir uns in die Realisierung eines an der April-Mai-Sitzung von «Zuhinterst neben dem Radiator» vorgeschlagenen Objektes. Dieser Workshop für «Fensterplatz-Schüler» richtet sich an neugierige und komplexfreie Personen. Dank der praktischen Erfahrung werden die Klippen, die bei ähnlichen Themen auftreten, geschickt umfahren.

Vortrag: Eine Bresche für die Archivische Vermittlung


Gregor Dill, Stiftung Sportmuseum Schweiz

 

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  Das Konzept der «Archivischen Vermittlung», für das ich plädiere, setzt die Wissenschaftskommunikation für einmal an den Anfang und nicht ans Ende des wissenschaftlichen Prozesses: Wissenschaftskommunikation bedeutet hier nicht die (populäre) Vermittlung von wissenschaftlichen Forschungsresultaten, sondern die (populäre) Herstellung von Kommunikationskanälen zwischen Quellen (Archiven) und der Öffentlichkeit im Dienste der Wissenschaft, die von den entsprechenden Kommunikationsprozessen profitiert und in Gang gesetzt wird, wobei hier dem Begriff des crowd sourcing eine zentrale Bedeutung bei kommt.
Oder anders angegangen: Was kann Wissenschaftskommunikation leisten, wenn zwar Quellen (Archive) vorhanden, wissenschaftlich aber noch nicht ausgewertet sind. Soll sie schweigen? Nein, sie soll und kann sich entfalten. Und zwar via diverse Formen der archvischen Vermittlung.

Vortrag: Study of the «Scientainement» landscape in the San Francisco Bay Area


Aurélie Coulon, swissnex San Francisco

 

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  In the hornet's nest of digital culture, how do we talk about science? Based on our experience at swissnex San Francisco, the Swiss open house for Science, Technology, Art and Education in San Francisco, we will discuss the importance of the «scientainement» culture on the West Coast, where science is a fun and fascinating world. In the «in silico» ecosystem where being nerd is cool, and where the culture of makers and entrepreneurs is an important aspect of the society, the border between scientists and non-scientists blurs. How do museums, research institutions and communities adapt their strategy for public outreach?
In this presentation, we will take examples of events organized by those entities to analyze the objectives, formats and impacts of «fun» science events. In particular, we will describe how organizers use social media to engage their public and how science gaming brings another perspective for the direct dialog between the scientist and the non-scientist.

Session 16 - Wie erfinde ich Neues?

Praxisworkshop: Wie kommen echte Innovationen zustande?


Michael Hartschen, Brain Connection GmbH

 

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  Frisch, neu, noch nie da gewesen: Das ist der Anspruch in der Berufswelt. Angeblich Neues ist aus Mangel an echter Neuartigkeit oft altbekannt. Es wird nur anders verpackt, neu deklariert, ergänzt oder modernisiert. Genauer: Gut 90 von 100 Produktneuheiten sind eigentlich ein alter Hut. Nur 10 Prozent sind rare, echte Innovation. Die Frage, die sich geradezu aufdrängt: Wie kommen diese echten Innovationen zustande? Was passiert da im Hintergrund im Unternehmen? Wie werden die 90 Prozent an «alten Hüten» aussortiert, bis die echte Neuerung ans Licht tritt?
Genau darum geht es in dem Workshop der Brain Connection GmbH. Ein Workshop später und Sie treten mit handfesten Ergebnissen an die frische Luft, bereit für echte Innovationen. Jeder Anlass bietet Praxis pur: ein konkretes Thema, Lösungsvorschläge mit inbegriffen. Im Team gemeinsam erarbeitet, besprochen, geprüft und abgewogen. Den Methodenkoffer bringt der Moderator Dr.Hartschen mit, die Ideen und Lösungen liefern – Sie?
Session 17 - Wie ist die Rollenverteilung der Wissenschaftskommunikation (Science Centers, Schülerlabore, Festivals ...) im Vergleich zum schulischen Unterricht?

Vortrag: Evaluation ausserschulischer Bildungsangebote


Peter Tremp, Michael Frais, Pädagogische Hochschule Zürich

 

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  Ausserschulische Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen und stehen damit in einem je spezifischen Verhältnis zu schulischen Bildungsangeboten resp. zu curricularen Zielsetzungen. Gleichzeitig sind sie entbunden von bestimmten Anforderungen, die für Schule gelten. Daraus ergeben sich je spezifische Besonderheiten (und Stärken) für die einzelnen ausserschulischen Bildungsangebote.
Der Beitrag schlägt eine ordnende Strukturierung vor für diese ausserschulischen Bildungsangebote, indem ihr Verhältnis zur schulischen Bildung geprüft wird, und stellt die Frage nach der passenden Ausgestaltung der Evaluation. Als wesentliche Elemente einer angemessenen Ausgestaltung von Evaluationen werden u.a. mögliche Ziele ausserschulischer Lernangebote, Indikatoren, Wirkungsmodelle und Grundsatzfragen bezüglich der Entwicklung von Befragungsinstrumenten thematisiert.

Vortrag: Wie unterrichtet man Lehrpersonen in Wissenschaft?


Nicolas Robin, Pädagogische Hochschule St. Gallen

 

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  In der Schweiz gibt es immer mehr Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Didaktik der Wissenschaften, wie zum Beispiel die Plattform educa.MINT zeigt. Diese Forschung ist eng mit dem naturwissenschaftlichen Unterricht verbunden. Die Kommunikation zwischen der akademischen Welt und dem Lehrkörper ist daher von zentraler Bedeutung. Sprechen wir jedoch die gleiche Sprache? Sind Lehrpersonen und Schüler für Forscher und Entwickler nicht bloss Laborobjekte? Sind Letztere für den Lehrkörper auf der anderen Seite nicht nur Theoretiker in ihrem Elfenbeinturm? Über diese gewollt provokativen Fragen hinaus will die vorliegende Präsentation eine illustrierte Reflexion über die heikle Frage der Kommunikation zwischen der akademischen und der unterrichtenden Welt anregen. Zwar sind sich Forscher und Entwickler über die Notwendigkeit, mit den Lehrpersonen zu kommunizieren, im Klaren – Gleiches gilt aber nicht unbedingt für die Lehrkräfte. Die Frage der Kommunikation und des Wissenstransfers ist die treibende Kraft aller Förderungsprojekte im MINT-Bereich.

Vortrag: Ein nützliches oder benutztes Werkzeug? Die Wissenschafts- vermittlung aus der Sicht von Lehrpersonen

 

Michela Luraschi, L'ideatorio USI

 

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  «Weshalb haben Sie sich entschlossen, dieses Projekt zu besuchen?» Diese Frage erlaubt es uns, den bestehenden Zweifel an der Nützlichkeit von interaktiven Ausstellungen, Wissenschafts-Festivals und didaktischen Labors zu untersuchen. Wie werden die Instrumente der informellen Wissensvermittlung wahrgenommen? L'ideatorio (USI) hat verschiedene Projekte zur praktischen Umsetzung der Wissenschaftsvermittlung entwickelt, wobei der Wandel des Besuchers zu einem «aktiven Akteur» im Zentrum steht. Nach mehreren Jahren Arbeit konnten wir einige der Gründe, weshalb die Lehrpersonen die vorgeschlagenen Aktivitäten besuchen, identifizieren. Einerseits ist es die Möglichkeit, ein Thema des Schulplans zu vertiefen; andererseits das Interesse an der Methode des informellen und «alternativen» Lernens. Ausschlaggebend für die Wahl der Lehrpersonen ist der offensichtliche Effekt der positiven Faszination, den die Vermittlungsaktivitäten bei den Schülern hervorrufen.
Session 18 - Wie messen Sie die Auswirkungen von Wissenschaftskommunikation bzw. ihrer Aktivitäten?

Vortrag: Evidenzbasiertes Planen und Handeln – auch in der Wissenschaftskommunikation?


Andreas Müller, Fac. des Sciences/Sect. Physique Institut Universitaire de Formation des Enseignants (IUFE)

 

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  Wie lassen sich Interesse, eine aufgeschlossene Haltung, Verständnis und (last, but not least) kritisches Denken bezüglich naturwissenschaftlich-technischer Entwicklungen fördern?
Entscheidungen darüber sollten auf der Basis der besten zur Verfügung stehenden Evidenzen erfolgen (Evidenzen bedeuten in diesem Zusammenhang – entgegen dem üblichen deutschen Sprachgebrauch – empirische Befunde). Das ist in der Medizin so, und auch im Bildungswesen gibt es seit einiger Zeit eine Bewegung in Forschung und Entwicklung, die versucht mit diesem Gedanken ernst zu machen (Stichwort «Hattie»-Studie; aber die Entwicklung hatte schon längst vorher begonnen).
Einige wesentliche Methoden und Resultate werden vorgestellt, mit besonderer Aufmerksamkeit auf informelles Lernen, und die Frage diskutiert, ob und wie auch «Science Communication» von diesen Ansätzen profitieren kann.

Vortrag: Vermittlung von Wissenschaft an die Öffentlichkeit: Nützlichkeit, Illusionen und Misserfolge


Giovanni Pellegri, L'ideatorio USI

 

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  Was entscheidet über den Erfolg einer Initiative der Wissenschaftsvermittlung und wie kann die Wirkung der Bemühungen um eine Annäherung von Wissenschaft und Gesellschaft gemessen werden? Basierend auf einer Analyse seiner Projekte hat L'ideatorio (regionale Antenne von Science et Cité in der italienischen Schweiz) versucht, die Stärken und Schwächen der verschiedenen benutzten Instrumente (Wissenschaftscafé, Festival, Radio und TV, Ausstellungen, Labors usw.) zu eruieren. Letztendlich erwies sich eine Frage als entscheidend: Sind die Aktionen zur Verbreitung der Wissenschaft wirklich nützlich? Erreichen sie ihr Ziel? Und welches ist das Hauptziel der Förderung des Dialogs Wissenschaft-Gesellschaft?

Vortrag: Das Museum als bevorzugte Schnittstelle der wissenschaftlichen Kommunikation?


Carole Varone, NCCR Affective Sciences à l'Université de Genève
Aurélie Coulon, swissnex San Francisco

 

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  Welches sind die Vor- und Nachteile einer Zusammenarbeit mit einem Museum, um die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung einem breiten Publikum mitzuteilen? Die Präsentation beantwortet diese Frage mit drei konkreten Beispielen von Museumsanlässen, die vom NCCR Affective Sciences (UNI Genf) in der Schweiz und Kalifornien durchgeführt wurden.
- «L'expression des émotions chez l'homme et l'animal» ist eine Ausstellung, die von Oktober 2009 bis Januar 2010 im Muséum de Genève stattfand.
- «Frank Schramm: Stand-up-reporting live from ground zero» war eine Sammlung von Fotografien über die Medienabdeckung von 9/11 im Musée de l'Elysée in Lausanne von September bis November 2011.
- Und schliesslich haben swissnex San Francisco und der NCCR Affective Services zusammen mit der Academy of Science in San Francisco im Mai 2013 ein «Night life» über die Rolle der Emotionen beim Hören von Musik durchgeführt.
Ein Vergleich dieser drei Veranstaltungen liefert umfassende Erkenntnisse, denn die Erfahrungen betreffen verschiedene Themen, aber auch unterschiedliche institutionelle und kulturelle Kontexte.
Session 19 - Résumé

Richard-Emmanuel Eastes, Espace des Sciences Pierre-Gilles de Gennes (France)

 

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Pecha Kucha

   Résumé 1

Thomas Zeltner, Stiftung Science et Cite 

 

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 Résumé 2


 

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